{"id":130,"date":"2024-12-15T18:35:56","date_gmt":"2024-12-15T18:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/?p=130"},"modified":"2024-12-09T18:36:27","modified_gmt":"2024-12-09T18:36:27","slug":"ganz-nach-protokoll-27-lunar-242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/index.php\/2024\/12\/15\/ganz-nach-protokoll-27-lunar-242\/","title":{"rendered":"Ganz nach Protokoll &#8211; 27. Lunar 242"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Schengstag scheuchte Abigail Kira schon fr\u00fch herum, um sie zu baden und ihr die Haare zu b\u00fcrsten. Kira war nerv\u00f6s, aber wie beim Besuch von Nathanael war die Haush\u00e4lterin noch deutlich nerv\u00f6ser als sie selbst. Nach ein paar Stunden kam Kira sich wie ein gestriegeltes Pferd vor, herausgeputzt zur Vorf\u00fchrung. Sie sah allerdings wirklich gut aus, sogar ihre Locken hatte Abigail kunstvoll hochgesteckt. Dazu trug sie einen gr\u00fcnen Rock mit vielen gerafften Falten und ein seidenes Oberteil mit Korsett, auf dem auf gr\u00fcnem Stoff hauchd\u00fcnn silbrige Bl\u00e4tter abgedruckt waren. Die Kette und die Ohrringe passten perfekt dazu, ebenso der hellgr\u00fcne Hut mit den wei\u00dfen und silbrigen B\u00e4ndern, den Abigail aus ihrem eigenen Kleiderschrank herbei zauberte. Selbst die Schuhe waren neu und passten mit einem leichten Gr\u00fcnton im weichen Leder zu den restlichen Sachen. Woher Abby sie hatte und warum sie Kira perfekt passten, verriet sie nicht, aber Kira vermutete, dass entweder sie selbst oder Mitras da entsprechend vorgesorgt hatten und f\u00fchlte sich wie eine Prinzessin. Als Abby fertig war, betrachtete sie Kira eine Weile und sagte dann zufrieden mehr zu sich selbst: &#8222;Ja, eine magische Adelige, aber nicht zu auf\u00e4llig, richtig f\u00fcr einen Mittagsbrunch am Schengstag, und das Gr\u00fcn steht dir ganz ausgezeichnet und der Hut ist auch richtig f\u00fcr diese Saison.&#8220; Kira l\u00e4chelte sie an und bedankte sich mit einem Knicks, was Abby l\u00e4cheln und begeistert klatschen lie\u00df. &#8222;Ja! Du wirst uns keine Schande machen.&#8220; Kira freute sich \u00fcber das Lob, holte sich ihren Mantel und trat mit neuem Mut aus dem Haus, wo Mitras bereits bei einer Kutsche wartete. Er trug seine \u00fcbliche schwarze Hose und dazu eine gr\u00fcnliche Weste mit aufwendigen silbernen Stickereien \u00fcber einem wei\u00dfen Hemd. Sein Mantel war ebenso wie ihrer am Kragen mit Pelz besetzt, nur dass er offenbar mehr Geld daf\u00fcr ausgegeben hatte, denn der Pelz war hellwei\u00df. Vielleicht ein wei\u00dfer Fuchs? Kira kannte kaum Tiere, die einen so wei\u00dfen Pelz hatten. Ob er die Grundfarbe seiner Weste passend zu ihrem Kleid ausgesucht hatte? Auf jeden Fall passten sie gut zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras hatte sich gerade ein wenig mit dem Kutscher Julius unterhalten und diesen beil\u00e4ufig \u00fcber die Situation in der Stadt ausgefragt. Anscheinend wurde es auf der anderen Seite des Corvius im Hafenviertel immer unruhiger. Julius selbst, der meistens Adelige oder reiche H\u00e4ndler fuhr, wollte die Br\u00fccken seit einigen Tagen nicht mehr passieren, er gab zu, dass er schon entsprechende Auftr\u00e4ge abgelehnt hatte, und meinte, dass bereits einige seiner Kollegen dort dr\u00fcben \u00fcberfallen worden waren. Mitras konnte sich kaum vorstellen, dass die Wache so etwas zu lie\u00df, aber ehe er sich noch weiter Gedanken dar\u00fcber machen konnte, kam Kira aus dem Haus. Sie hatte den Mantel noch offen und er konnte das Kleid sehen, das&nbsp;sie trug. Abby hatte sich einmal mehr selbst \u00fcbertroffen. Es passte perfekt zu Kira und betonte ihre nat\u00fcrliche Sch\u00f6nheit. Das Kleid und auch die Frisur lie\u00dfen Kiras alten Mantel nur um so \u00e4lter und unscheinbarer wirken. Es war kein schlechtes St\u00fcck, aber es passte nun wirklich nicht mehr zu ihrer Gaderobe, jedenfalls nicht zu solchen Anl\u00e4ssen. Auch wenn sie in dem Kleid die richtige Wirkung erzielen w\u00fcrde, konnte er sie mit diesem Mantel so nicht vorf\u00fchren. Christobal w\u00fcrde sie sicher sehen, bevor die Dienerschaft ihr den Mantel abgenommen h\u00e4tten, und er w\u00fcrde sicher Ansto\u00df daran nehmen.&nbsp;William, der sich durchaus auch zu kleiden wusste, war als Jugendlicher grunds\u00e4tzlich irgendwo herumgeklettert &#8211; so waren sie ja auch in di Pinzons Garten gelangt, allerdings zum Preis eines Hosenbeins von William. Der hatte sich die Kleidung der beiden genau angeschaut. Mitras war sich wohl bewusst, dass er seine F\u00f6rderung durch den Herzog nicht nur, aber durchaus zu wesentlichen Teilen der Tatsache verdankte, dass er an diesem Tag bessere Kleidung als ein durchschnittlicher auf den Stra\u00dfen spielender Junge getragen hatte. Di Pinzon war traditionell, und als traditioneller Adeliger achtete er auch auf Statussymbole. Mitras griff in seine Westentasche und zog eine silberne Uhr hervor, ein Geschenk von Christobal selbst zu seiner Magisterpr\u00fcfung. Die Zeit reichte noch. &#8222;Hallo Kira, du siehst umwerfend aus. Allerdings m\u00fcssen wir dir noch einen neuen Mantel besorgen. F\u00fcr einen Spaziergang in der Stadt ist er mehr als gut genug, aber wir sind auf dem Weg zu einem Essen mit einem Herzog und Ehrenprofessor der Universit\u00e4t zu Uldum. Auch wenn er ein Freund von mir ist, so ist er doch ein sehr standesbewusster Mann.&#8220; Kira, die zu Beginn bei seinem Lob zu strahlen begonnen hatte, sah ihn verunsichert an und zupfte am Kragen ihres Mantels. &#8222;Noch ein Geschenk?&#8220;, fragte sie verlegen.&nbsp;&#8222;Mehr eine Notwendigkeit. Vergiss nicht, es ist meine Aufgabe dich vorzubereiten und auszustatten. Und wenn ich dich dabei vielleicht ein bisschen besser ausstatte, als n\u00f6tig, dann ist das nur deinen bisschen besseren Leistungen geschuldet.&#8220; Kira lief rot an. &#8222;Danke.&#8220; hauchte sie, und er hatte fast den Eindruck, sie w\u00fcrde ihn dabei anhimmeln, aber das bildete er sich vermutlich nur ein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Eine Stunde sp\u00e4ter standen sie vor dem Anwesen Christobals. Kira trug nun einen Mantel aus feinster Wolle, verziert mit wei\u00dfen Stickereien und einem ebenso wei\u00dfen Pelz, wie er trug. Der Hermelin war selten &#8211; nur wenige H\u00e4ndler trauten sich \u00fcber das Binnenmeer, um ihn zu horrenden Preisen von den Skir zu erwerben. Also hatte auch der Mantel einige Goldm\u00fcnzen gekostet, und Kira war immer noch feuerrot im Gesicht, ein Zustand, den sie seit dem Zeitpunkt hatte, als Mitras seine B\u00f6rse herausgeholt hatte. Er wandte sich zu ihr, nachdem Julius losgefahren war. &#8222;Kira? Versuch mal, etwas ruhig zu atmen, so wie bei den Meditations\u00fcbungen.&#8220; Er musste zugeben, dass er ihre sprachlose Freude, gemischt mit Verlegenheit und Scheu, sehr niedlich und erfreulich fand, aber jetzt w\u00e4re es wohl besser, wenn sie sich etwas sammeln w\u00fcrde. Sie blickte ihn einen Moment an, dann nickte sie, straffte die Schultern und richtete sich mit dem Einatmen auf, wie sie es bei der Meditation gelernt hatte. Es dauerte einen Moment, aber ihre Gesichtsfarbe normalisierte sich und die Scheu verschwand aus ihrer Haltung. Nun war sie die umwerfende junge Magierin, die di Pinzon beeindrucken w\u00fcrde &#8211; genug, dass er ihr Unterricht geben w\u00fcrde, hoffte Mitras. Er musste aber zugeben &#8211; egal wie dieses Essen und das Gespr\u00e4ch danach ausgehen w\u00fcrde, er war jetzt schon wahnsinnig stolz auf sie und ihre Entwcklung im letzten Monat.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Er wandte sich zu dem gro\u00dfen Tor, das genau in diesem Moment aufschwang, als er darauf zutrat. Zwei W\u00e4chter standen seitlich hinter der Mauer, einer der beiden bediente die Winde, die das Tor \u00f6ffnete, der zweite gr\u00fc\u00dfte die beiden mit einer tiefen Verbeugung. Mitras nickte ihm zu. Sicher wurden sie bereits vom Haupthaus beobachtet, irgendein Bote w\u00fcrde losgelaufen sein, sobald Julius vor dem Tor gehalten hatte. Er reichte Kira seinen Arm und f\u00fchrte sie \u00fcber den breiten Sandweg auf das prunkvolle Geb\u00e4ude zu, dessen Kern Pinzons Gro\u00dfvater wohl einst als vorr\u00fcbergehende Resizenz hatte errichten lassen, wenn ihn die gesellschaftlichen Verpflichtungen aus seinem Herzogtum in Sybergia nach Uldum gerufen hatten. Damals war das Bauland westlich des Avens noch nicht so begehrt gewesen, da der neue Palast noch nicht auf dem H\u00fcgel gewesen war und nur einige H\u00e4ndler und Handwerker hier bauten. Dementsprechend gro\u00dfz\u00fcgig war die Anlage. Christobals Vater hatte das urspr\u00fcngliche Geb\u00e4ude zu einem wahren Palast ausgebaut, was einen nicht kleinen Teil des Reichtums der Familie gefressen hatte. Einen Reichtum, der unter den alten Adelsh\u00e4usern seinesgleichen suchte. Neben den Einnahmen aus ihrem fruchtbaren Lehen kontrollierten die di Pinzons eine der wichtigsten Handelrouten nach Norden und hatten auch schon zu Zeiten, als das Land jenseits des Flusses noch den Skir geh\u00f6rte und das Rasenna Reich noch bestand, viel Handel dorthin betrieben. Auch heute noch unterhielt der Herzog noch wichtige Handelsbeziehungen in den Norden und konnte sich so sein auschweifendes Leben hier leicht finanzieren, wo andere Adlige hinter ihrer Fassade aus Pomp, ausschweifenden Festen und teuren Schmuck Berge von Schulden verbargen. Nach den Bauma\u00dfnahmen seines Vaters hatte Christobal sich selbst den Luxus geg\u00f6nnt, einen Teil des Gartens nachtr\u00e4glich mit einem Ballhaus zu bebauen, und dennoch gab es noch einen kleinen Garten mit verschiedenen Obstb\u00e4umen und einer erlesenen Auswahl an Blumen. Es gab Ger\u00fcchte, dass Christobals Frau, die fr\u00fch bei einem \u00dcberfall ums Leben kam, die Blumen geliebt hatte, und ihr zu Ehren pflegte der alte Herr sie immer noch selbst. Christobal sprach allerdings selten von seiner Frau oder seiner Familie &#8211; auch seine Schwester war bei diesem \u00dcberfall gestorben und sein ungeborenes Kind &#8211; also wusste Mitras nicht genau, ob das Ger\u00fccht stimmte oder nur eine ausgedachte Geschichte war, um das manchmal wohl etwas schrullige Verhalten des Herzogs zu erkl\u00e4ren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras hatte einiges vom Umgang mit Geld von seinem Mentor \u00fcbernommen, auch wenn er in der Au\u00dfenwahrnehmung deutlich bescheidener geblieben war. Aber di Pinzon protze nicht nur, er war auch \u00e4u\u00dferst wohlt\u00e4tig. Mehrere Knabenschulen, Suppenk\u00fcchen, Hospizen und andere soziale Einrichtungen hatte er gegr\u00fcndet. Er sagte immer, dass es die Pflicht des Adels sei&nbsp;die Armen und Schwachen zu besch\u00fctzen, nur das die Bedrohungen heute andere seien als in den fernen Tagen, als das erste Reich gegr\u00fcndet worden war. Er war also im Gro\u00dfen und Ganzen ein g\u00fctiger und gro\u00dfherziger Mann, nur seine Verbohrtheit \u00fcber die Rolle der Frau in der Gesellschaft hatte zu regelm\u00e4\u00dfigen, teils hitzigen Diskussionen zwischen ihnen gef\u00fchrt. Zum Gl\u00fcck hatten sie sich dar\u00fcber nicht zerstritten, wie es bei Christobal und Felicia di Ferrus, Sebastians Mutter, der Fall war. Mitras stimmte es immer wieder traurig, dass die beiden, die sich doch in so vielen Ansichten \u00e4hnlich waren, sich so wenig leiden konnten. Er wusste aber auch, dass Christobal sehr verbohrt war und auch Felicia einen gewaltigen Dicksch\u00e4del hatte.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras bot ihr nun den Arm dar, damit sie sich bei ihm unterhaken konnte. Sie z\u00f6gerte nur kurz und hakte ihren Arm dann in der korrekten Weise ein, was er mit einem kurzen L\u00e4cheln und einem Nicken quittierte und ging dann los auf den Haupteingang des Hauses zu. Das Geb\u00e4ude ragte aus einem steileren Hang heraus, was dazu f\u00fchrte, dass die dreigesch\u00f6\u00dfige Vorderfront mehr als 16 Meter in die H\u00f6he ragte, w\u00e4hren das gut 20 Meter weiter hinten liegende Ende des Geb\u00e4udes nur noch zwei Gescho\u00dfe oberhalb der Erde hatte. In zwei doppelten B\u00f6gen f\u00fchrten Treppen zu einer kleinen Terrasse vor der T\u00fcr. Genau in der Sekunde als Mitras und Kira die letzte Stufe hinter sich lie\u00dfen schwang die T\u00fcr auf und ein Diener in der Lifre des Herzogtums stand seitlich versetzt und verbeugte sich vor ihnen. &#8222;Guten Tag Herr di Venaris, Mylady. Herzog di Pinzon erwartet sie bereits.&#8220; Vermutlich gab es im ganzen Reich kein f\u00f6rmlicheres, ja schon versnobtes Wesen wie Christobals obersten Buttler David Mordomo. &#8222;Guten Tag David. D\u00fcrfte ich Sie wohl darum bitten unsere M\u00e4ntel zu nehmen?&#8220; &#8222;Jawohl, mein Herr. Ich werde sie Ihnen umgehend abnehmen.&#8220; Er wandte sich zun\u00e4chst zur T\u00fcr und schloss diese, ehe er sich zu Kira umwandte, &#8222;Gestatten, Mylady?&#8220; Kira, schon wieder leicht err\u00f6tend, drehte ihm galant den R\u00fccken zu und lie\u00df den Mantel ein wenig runter rutschen, nur so weit, dass er ihn ihr ohne weiteres abnehmen konnte. &#8222;Ja, bitte.&#8220; Mitras war erstaunt \u00fcber die Akkuratheit ihrer Gesten und wie sie korrekt auf den Diener reagierte. Sie musste den Niggel wesentlich intensiver durchgearbeitet haben, als er dachte. Das w\u00fcrde nun sehr viel wert sein, da Christobal bereits in seiner \u00fcblichen Sp\u00e4hecke auf der Galerie im ersten Stock stand. Er war dort gut verborgen und konnte gleichzeitig seine G\u00e4ste beobachten und sich ein Bild von ihnen machen. Nur weil Mitras wusste, worauf er achten musste, konnte er feststellen, dass sie bereits beobachtet wurden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kira sp\u00fcrte, wie ihr Herz immer noch zu schnell schlug. Mit Mitras einzukaufen war, obwohl sie die ersten Gesch\u00e4fte in Uldum ja schon mit Abigail und Sebastian erlebt hatte, eine wirklich zugleich wundersch\u00f6ne und erschreckende Erfahrung. Er war zielstrebig zu einem Laden in der Altstadt gegangen, der in einer kleinen Gasse verborgen lag. Dort hatte es verschiedene M\u00e4ntel gegeben, doch der Verk\u00e4ufer hatte Mitras nur gesehen, sich tief verbeugt und die beiden anschlie\u00dfend direkt in ein Hinterzimmer gef\u00fchrt, als seien sie Mitglieder in einem Geheimbund. Nachdem er erfahren hatte, f\u00fcr wen ein Mantel gesucht wurde, hatte er sie kurz allein gelassen und war anschlie\u00dfend mit drei M\u00e4nteln zur\u00fcckgekehrt, einer edler als der andere. Kira hatte noch nie so edle Pelzm\u00e4ntel gesehen. Mitras hatte sie alle drei anprobieren lassen und sie gefragt, welcher ihr gefiele. Sie wusste nicht, was der Mantel gekostet hatte, f\u00fcr den sie sich letztendlich z\u00f6gerlich entschieden hatte, aber er war unglaublich. Au\u00dfen bestand er aus einer feinen, eng gewobenen Wolle, doch innen lag ein weiches, helles Fell von einem Tier, das sie nicht kannte &#8211; und sie hatte sich die ganzen Beschreibungen, die der H\u00e4ndler heruntergerasselt hatte, auch nicht merken k\u00f6nnen &#8211; und am Kragen und an der Kapuze hatte er einen ebenso wei\u00dfen Pelzbesatz wie Mitras Mantel. Hermelin hie\u00df das, soweit hatte sie zuh\u00f6ren k\u00f6nnen, und sie hatte auch schonmal davon geh\u00f6rt, ihr Vater hatte einmal damit geprahlt, so ein Fell erstanden und zu einem sehr guten Gewinn weiter verkauft zu haben. Als Mitras den H\u00e4ndler letztendlich bezahlte, hatte er gar nicht erst zu Silber gegriffen. Kira hatte sehr wohl gesehen, dass es mehrere &#8211; auf jeden Fall mehr als drei &#8211; Goldm\u00fcnzen gewesen sein mussten, die er dem H\u00e4ndler gab, und seitdem wusste sie nicht, ob sie ihm um den Hals fallen oder sich schuldig f\u00fchlen sollte, weil er ihretwegen so viel Geld ausgeben musste. Mitras hatte sie angel\u00e4chelt, als sie wieder zur Kutsche gegangen waren, und gesagt, dass sie &#8222;sehr h\u00fcbsch&#8220; auss\u00e4he, und das hatte wirklich nicht geholfen, ihren Puls zu beruhigen. Erst die Atem\u00fcbungen, die er ihr angeordnet hatte, und ihre jahrelange \u00dcbung darin, den Anschein von Normalit\u00e4t zu wahren, hatten bewirkt, dass sie nicht mehr so rot im Gesicht war und wahrnehmen konnte, zu was f\u00fcr einem beeindruckenden Anwesen sie gefahren waren. Vom riesigen Tor \u00fcber den wundervoll angelegten Garten mit Rosenst\u00f6cken und verschiedenen Arten von B\u00fcschen, die selbst im Schneematsch gut aussahen, bis hin zum gro\u00dfen, hoch aufragenden Geb\u00e4ude sagte alles hier, dass der Besitzer sowohl reich als auch m\u00e4chtig war &#8211; aber auch geschmackvoll, wie sie feststellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie dankte sich selbst, den Niggel weiter durchgearbeitet zu haben und mit Sebastian vor einer Weile schon im Caf\u00e9 das korrekte Empfangen ge\u00fcbt zu haben, als ihr der Butler den sch\u00f6nen Mantel abnahm. Mitras blickte nerv\u00f6s zur Galerie hin, die oberhalb des gro\u00dfen Raumes verlief. Hatte er nicht gesagt, Christobal di Pinzon sei sein Mentor gewesen? Offenbar hatten die beiden kein so entspanntes Verh\u00e4ltnis, wie Mitras es mit dem Herzog di Blanca pflegte, denn soweit Kira Mitras schon kannte &#8211; so nerv\u00f6s hatte sie ihn noch nicht gesehen. Sie schaute sich neugierig um. Die Empfangshalle war deutlich gr\u00f6\u00dfer als die bei Mitras, und an ihrem Ende gab es in der Mitte eine riesige Treppe, die hinauf zur Galerie f\u00fchrte. An den W\u00e4nden waren verschiedene Gem\u00e4lde und elektrische Leuchter, an der Decke hing ein riesiger Kronleuchter, der das Licht in glitzrigen Kristallspittern auffing und den Raum so ein wenig funkeln lie\u00df. Der Boden war mit einem bl\u00e4ulichen, dicken Teppich bedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Mitras di Venaris, ich freue mich, dich wieder begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen!&#8220; Erstaunt blickte Kira zur Treppe, auf der nun pl\u00f6tzlich ein mittelgro\u00dfer Mann mit wei\u00dfen Haaren und einem sorgf\u00e4ltig geschnittenen wei\u00dfen Bart stand. Sie konnte sein Alter schwer sch\u00e4tzen, seine Haare sprachen f\u00fcr \u00e4lter als 60, aber seine H\u00e4nde, seine Haut und seine Bewegungen wirkten j\u00fcnger. Kira \u00fcberlegte kurz, ob er auch diesen Verj\u00fcngungszauber genutzt hatte, der Mitras hatte j\u00fcnger und frischer aussehen lassen. Mitras verbeugte sich, nicht besonders tief, aber deutlich respektvoll und Kira beeilte sich, ebenfalls eine Verbeugung zu machen &#8211; sie achtete darauf, dass sie dabei angemessen knickste, wie es sich f\u00fcr eine junge Dame von niedrigem Adel geh\u00f6rte, und verbeugte sich auch tiefer als Mitras. Immerhin war er ein Graf, und sie hatte ja eigentlich gar keinen Titel. Sie beobachtete, wie Mitras ihrem Gastgeber die Hand sch\u00fcttelte, und revidierte ihre Einsch\u00e4tzung \u00fcber die Vertrautheit des Verh\u00e4ltnisses. Obwohl beide sich sehr genau an das Protokoll hielten, war W\u00e4rme und Zuneigung aus ihren Bewegungen und Ber\u00fchrungen zu lesen. Nach einigen kurzen S\u00e4tzen drehte sich Mitras halb zu ihr, zog sie ein St\u00fcck n\u00e4her und sagte: &#8222;Christobal, ich stelle dir Kira Silva vor, meine Discipula. Kira, dies ist Professor Herzog Christobal di Pinzon, mein Mentor.&#8220; Kira knickste erneut und gr\u00fc\u00dfte den Herzog: &#8222;Es ist mir eine Ehre, in eurem Haus zu Gast sein zu d\u00fcrfen, gesch\u00e4tzter Herzog di Pinzon.&#8220; Der Herzog zog mit einer Mischung aus Erstaunen und Anerkennung eine Augenbraue hoch, w\u00e4hrend er schmunzelnd mit der formell korrekten, aber merkbar auch ehrlich gemeinten Floskel antwortete: &#8222;Die Ehre ist ganz meinerseits.&#8220; Dann wandte er sich an Mitras: &#8222;Ich sehe, meine Erziehung hat Fr\u00fcchte getragen, dass du auch ein Kind vom Dorfe gut schulen konntest. Gut gemacht, mein Junge!&#8220; Dabei klopfte er ihm leicht auf die Schulter, nickte Kira nocheinmal zu und wandte sich ab, um die beiden ins Haus hinein zu f\u00fchren. Kira blickte Mitras an, dieser lachte, w\u00e4hrend er di Pinzon folgte: &#8222;Nein, nein, Christobal, bei mir ist, wie du ja so sch\u00f6n sagtest, Hopfen und Malz verloren. F\u00fcr ihre guten Manieren ist die junge Dame selbst verantwortlich. Kira ist eine au\u00dfergew\u00f6hnlich talentierte und flei\u00dfige Sch\u00fclerin.&#8220; Kira sp\u00fcrte, wie sie schon wieder rot wurde. Di Pinzon blieb stehen und drehte sich erst zu Mitras, dann zu ihr um. Er betrachtete sie einen Moment, dann blickte er wieder zu Mitras. &#8222;So, so.&#8220;, sagte er. &#8222;Also ausnahmweise mal eine flei\u00dfige Frau?&#8220; &#8222;Ja, ja. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Wobei ich f\u00fcr diesen Fund Thadeus dankbar sein muss.&#8220;&nbsp;Der Herzog lachte und drehte sich wieder zum Gehen. &#8222;Siehst du, Thadeus ist nicht der B\u00f6se, als den du ihn immer darstellen willst. Er leitet die Schule mit Verstand.&#8220; Kira folgte den beiden und \u00fcberlegte wieder einmal, dass Christobal damit durchaus Recht haben konnte. Mitras gegrummelte Antwort hatte sie nicht verstanden, aber sie hatte den \u00e4lteren Mann erneut zum Lachen gebracht. Abgesehen vom etwas steifen Verhalten fand sie den Herzog symphatisch. Er wirkte ein wenig gro\u00dfv\u00e4terlich auf sie und erinnerte sie auch entfernt an ihre Gro\u00dfmutter in Flate &#8211; obwohl di Pinzon wesentlich netter wirkte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Essen verlief ruhig. Mitras und Christobal tauschten alte und neue Geschichten aus, der Herzog fragte Kira freundlich, aber oberfl\u00e4chlich nach ihrem Leben aus und der Braten war ganz ausgezeichnet. Ein interessanter Zufall war, dass auch Christobals Gro\u00dfmutter aus Flate kam, aber der Herzog war noch nie in Flate gewesen und so vertieften sie diesen Gespr\u00e4chspunkt nicht weiter. Kira schlug sich gut.&nbsp;Sie antwortete fl\u00fcssig und passend auf Christobals Fragen und Kommentare, machte kaum Fehler beim Besteck &#8211; nur ihren L\u00f6ffel legte sie falsch ab &#8211; und war dabei auch noch h\u00fcbsch anzusehen. Mitras war sehr zufrieden und fand, dass sich die Investion in den Mantel allein dadurch schon gelohnt hatte. Sie verdiente ihn auf jeden Fall. Nach dem Essen winkte Christobal eine der vielen Bediensteten heran, die die ganze Zeit um sie herum schwirrten. &#8222;Nina, sei so gut, wir gehen in den Salon. Vielleicht kannst du Lady Silva etwas Gesellschaft leisten, ihr k\u00f6nnt in das Musikzimmer gehen.&#8220; Die junge Angestellte knickste h\u00f6flich und wandte sich dann zu Kira. &#8222;Mylady, w\u00fcrden Sie mit mir gehen? Wenn Sie m\u00f6gen, kann ich Ihnen etwas vorspielen, w\u00e4hrend die Herren ihren Absacker zu sich nehmen?&#8220; Kira schaute kurz zu Mitras, der ihr zunickte. Er hatte damit gerechnet, dass Christobal auf die klassische geschlechtergetrennte Zeit nach dem Essen bestehen w\u00fcrde und hatte sich schon gefragt, wie Kira diese Zeit allein verbringen sollte. Aber er hatte seinen Mentor mal wieder untersch\u00e4tzt. Nat\u00fcrlich hatte er Vorkehrungen getroffen. Kira verabschiedete sich mit einem h\u00f6flichen Knicks, nachdem sie sich &#8211; ganz dem Protokoll folgend &#8211; f\u00fcr das Essen bedankt hatte, und folgte der jungen Frau. Auch di Pinzon stand auf und gemeinsam gingen sie in den nahegelegenen Salon, indem schon auf einem kleinen Tisch der typische Kr\u00e4uterschnaps bereit stand, den die Herren nach dem Essen zu sich nahmen. Mitras lie\u00df sich in einen der Sessel gleiten, nahm das kleine Glas und prostete Christobal zu. &#8222;Auf den besten Lehrer in allen gesellschaftlichen Belangen des Adels und der Mathematik!&#8220; Der Herzog lachte, hob ebenfalls sein Glas und trank. &#8222;So, so. Was soll ich f\u00fcr dich tun, dass du mir so schmeichelst?&#8220;&nbsp; Mitras lehnte sich zur\u00fcck. &#8222;Ich kann es nicht leugnen, ich m\u00f6chte tats\u00e4chlich zwei Dinge von dir. Du hast gesehen, Kira ist eine gute Discipula, flei\u00dfig und lernwillig, mit guten Manieren. Das ist allerdings eine Information, die ich zun\u00e4chst nicht weit verbreiten m\u00f6chte. Auch wenn du es nicht glauben magst, ich glaube nicht, dass Thadeus sie mir aus Freundlichkeit zugewiesen hat. Ihre magische Entdeckung war problematisch, er vermutete wohl eher einen anderen Charakter und wollte mir damit Schwierigkeiten machen. Ich bitte dich also, dein Wissen \u00fcber sie mit niemandem zu teilen.&#8220; Christobal schwieg einen langen Moment, dann setzte er sich in den Sessel ihm gegen\u00fcber und nickte. &#8222;Thadeus mag b\u00fcrgerliche Magier nicht, dass wei\u00df ich selbst. Und dir eine Frau zu geben, ist auch nicht gerade ein Zeichen von Hochachtung. Du willst ihn am Ende des Jahres \u00fcberraschen?&#8220; &#8222;Ja, das w\u00fcrde ich gerne.&#8220;, best\u00e4tigte Mitras, obwohl &#8222;\u00fcberraschen&#8220; nicht ganz das Wort gewesen w\u00e4re, dass er gew\u00e4hlt h\u00e4tte. &#8222;Blamieren&#8220; traf es wohl eher. &#8222;Danke f\u00fcr dein Vertrauen.&#8220;, sagte di Pinzon. &#8222;Ich werde dein Geheimnis bewahren. Und das zweite?&#8220; Mitras kratzte sich ein wenig verlegen am Kopf. &#8222;Ja, das ist das etwas schwierigere. Kira hat eine sehr gute Grundausbildung in fast allen Bereichen, sie liest fl\u00fcssig und lernt schnell. Sie hat auch ein, f\u00fcr ihre Herkunft, sehr hohes Allgemeinwissen. Aber in Mathematik ist sie leider gar nicht gut ausgebildet worden. Ich habe mich gefragt, ob du vielleicht&#8230;&#8220; Er schaute Christobal erwartungsvoll an. Diese schaute zun\u00e4chst verbl\u00fcfft, dann ver\u00e4rgert. &#8222;Eine Frau unterrichten? Mitras, du wei\u00dft, dass ich das noch nie getan habe!&#8220; Mitras nickte. Er hatte so eine Reaktion bef\u00fcrchtet und war daher vorbereitet. &#8222;Christobal, ja, das wei\u00df ich. Aber sei ehrlich, wenn eine Frau es wert w\u00e4re, von einem Meister wie dir unterrichtet zu werden, dann eine wie sie: Flei\u00dfig, lernwillig, klug und magisch.&#8220; Christobal schwieg einen Moment. &#8222;Ein Meister bin ich, ja?&#8220; &#8222;Nat\u00fcrlich. Du hast mich ausgebildet, und du hast mir beigebracht, stets nur das Beste zu wollen und das Beste zu nehmen. Ich brauche einen Mathematiklehrer f\u00fcr sie, und ich halte mich an deinen Rat &#8211; ich m\u00f6chte den Besten, und das bist du.&#8220; Wieder schwieg Christobal einen langen Moment, doch Mitras konnte deutlich sehen, dass seine Mundwinkel zu einem leichten Schmunzeln zuckten. Schlie\u00dflich seufzte er und sagte mit einem L\u00e4cheln: &#8222;Ich habe dich auf jeden Fall gut darin ausgebildet, die richtigen W\u00f6rter zu finden, um jemanden zu \u00fcberzeugen. In Ordnung. Sie kann zu einer Probestunde kommen, am n\u00e4chsten Miras. Aber nur, weil ich nicht gegen meine eigenen Prinzipien versto\u00dfen will und du Recht damit hast, dass ich der Beste bin. Wenn sie mich im Unterricht \u00fcberzeugt, dass sie etwas lernen kann von der sch\u00f6nen Mathematik, obwohl sie eine Frau ist, kann ich sie an jedem Miras unterrichten, aber wir werden Stillschweigen dar\u00fcber bewahren. Die anderen Mitglieder des Psi-Clubs w\u00fcrden mich glatt auslachen, wenn sie w\u00fcssten, dass ich eine Frau unterrichte.&#8220;&nbsp; Der Psi-Club war eine der elit\u00e4ren Clubs, die sich im Umfeld der Universit\u00e4t gebildet hatte, und soweit Mitras wusste, lie\u00df er nur m\u00e4nnliche Mitglieder zu. Er seufzte erleichtert und reichte seinem Mentor die Hand. &#8222;Abgemacht. Die Geheimhaltung ist sicherlich f\u00fcr uns beide passend. Ich denke nicht, dass sie dich entt\u00e4uschen wird.&#8220; Christobal sch\u00fcttelte seine Hand. &#8222;So \u00fcberzeugt? Vielleicht solltest du sie heiraten, wenn du ihr so zugetan bist.&#8220; Mitras sp\u00fcrte, wie eine Mischung aus Belustigung und Genervtheit in ihm aufstieg. Warum schlugen ihm alle vor, sie zu heiraten? Sie war doch noch so jung, und au\u00dferdem hatte er den Plan, irgendwann zu heiraten, aufgegeben, als Claudia ihm damals so deutlich gesagt hatte, dass er als Ehemann und Partner f\u00fcr keine Frau mit Geist und Ehre zu gebrauchen sei. Er seufzte. &#8222;Ich werde sie bestimmt nicht heiraten, sie ist meine Discipula.&#8220; Christobal schmunzelte, nun wieder der vergn\u00fcgte \u00e4ltere Mann, als der er die meiste Zeit wirkte. &#8222;Das w\u00e4re ja nun kein Hinderungsgrund, denk an di Filnos, der hat sogar seine 15j\u00e4hrige Discipula noch in ihrem ersten Jahr geheiratet und nun bekommt sie schon das dritte Kind.&#8220; &#8222;Ja! Aber einen Schulabschluss hat sie nicht bekommen. Er h\u00e4tte sich durchaus etwas Zeit lassen k\u00f6nnen.&#8220;, fuhr Mitras auf. &#8222;Wir sagen stets, dass alle magischen Menschen ausgebildet werden sollen, aber wenn dann eine schwanger wird, ist es mit der Ausbildung nicht mehr weit her.&#8220; Di Pinzon machte eine wegwerfende Handbewegung, die Mitras zu gut kannte. &#8222;Sie wurde ja ausgebildet, sie wird keinen Schaden anrichten. Frauen brauchen keine Kampfmagie, da kennst du meine Meinung ja, eine gute Frau ist eine gute Ehefrau, und die hat di Filnos in seiner Discipula sicher gefunden. Aber schon gut, ich wei\u00df, dass dich solche Wahrheiten aufregen, lassen wir das Thema. Deine Discipula bekommt ja nun vielleicht Unterricht, da kannst du dich ja nicht beschweren.&#8220; Mitras schluckte mit dem letzten Rest des Schnapses aus dem Glas seinen \u00c4rger mit herunter. Christobal hatte in einem Recht: Da er Mitras Anfrage positiv beantwortet hatte, konnte Mitras sich nicht beschweren, und am Besten war es, dieses Thema einfach zu meiden, um den Herzog nicht zu ver\u00e4rgern.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Schengstag scheuchte Abigail Kira schon fr\u00fch herum, um sie zu baden und ihr die Haare zu b\u00fcrsten. Kira war nerv\u00f6s, aber wie beim Besuch von Nathanael war die Haush\u00e4lterin noch deutlich nerv\u00f6ser als sie selbst. 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