{"id":186,"date":"2025-05-25T19:57:24","date_gmt":"2025-05-25T19:57:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/?p=186"},"modified":"2025-03-17T19:57:56","modified_gmt":"2025-03-17T19:57:56","slug":"hexenblut-neujahrsnacht-243-ingastag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/index.php\/2025\/05\/25\/hexenblut-neujahrsnacht-243-ingastag\/","title":{"rendered":"Hexenblut &#8211; Neujahrsnacht 243 (Ingastag)"},"content":{"rendered":"\n<p>Wellen. Fasziniert betrachtete Kira das klare Wasser, in dem sich die Sterne spiegelten. Das Wasser glitzerte. Sie drehte sich. Die B\u00e4ume wirkten auch, als ob sie glitzerten. Sie f\u00fchlte sich leicht und friedlich. Wie losgel\u00f6st von allem schweren. Mitras&#8230; hmm, Mitras hatte sie entjungfert, sie war jetzt eine richtige Frau. Das f\u00fchlte sich gut an. Kein M\u00e4dchen mehr. Sie hatte sich getraut. Warum war sie an einem See? Warum schwebte sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Moment. Konzentration. Sie schwebte? Sie schaute an sich herunter. Ihr K\u00f6rper wirkte durchscheinend, glitzernd. Oh, Geister. Sie war ein Geist! Was war passiert? Angst stieg in ihr auf. Wo war sie? War sie gestorben? Sie drehte sich, suchte Orientierung. Dahinten, da war ein Licht, ein kleines Haus. Sie hob den Fu\u00df, wollte dort hin laufen, die Welt verwischte kurz und dann stand sie schon vor dem Haus. Eine kleine H\u00fctte. Das Licht flackerte durch die Scheiben. Sie schwebte zur T\u00fcr, jetzt etwas langsamer und kontrollierter. Vorsichtig hob sie die Hand. Konnte man als Geist anklopfen? Irgendwas f\u00fchlte sich vertraut an dieser H\u00fctte an, aber Kira war sich sicher, sie noch nie gesehen zu haben. Ehe sie anklopfen konnte, \u00f6ffnete sich pl\u00f6tzlich die T\u00fcr und eine alte Frau mit einem Besen in der Hand stand in der \u00d6ffnung. Sie hatte lange, silberne Haare, ihr Gesicht sah alt aus, aber gleichzeitig lebendig und frisch. Ihre gr\u00fcnen Augen blitzten Kira an. &#8222;Wer wagt es, mich in dieser heiligen Nacht zu st\u00f6ren?&#8220; Kira stockte. &#8222;Entschuldigt! Ich&#8230; \u00e4h&#8230; ich wei\u00df nicht, wo ich bin&#8230;&#8220; Die Frau war auf jeden Fall magisch begabt, war sie eine Priesterin? Sie trug ein einfaches Leinenkleid, aber die Symbole auf dem Kragen sahen nicht nach der Priesterchaft aus, sondern wie Runen. Skirgardische Runen. Warum konnte sie Kira sehen? Sah sie, dass ein Geist vor ihr stand, nein, schwebte? War sie eine Hexe?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frau lie\u00df den zum Angriff erhobenen Besen sinken und schaut Kira einen Moment lang an. &#8222;Bei allen Nordlichtern. Kind, wer bist du? Keine Sch\u00fclerin sollte heute Nacht ihre Bindung haben, nicht mal die aus den anderen Zirkeln.&#8220; &#8222;Bindung?&#8220;, fragte Kira verwirrt, ehe ihr die Frage wieder in den Sinn kam. &#8222;Ich bin Kira Silva.&#8220; &#8222;Kira. Kira, wessen Tochter bist du? Woher kommst du?&#8220; &#8222;Meine Mutter ist Lauretta. Ich&#8230; \u00e4h&#8230; also ich kam aus Burnias, aber jetzt wohne ich in Uldum. Ehrw\u00fcrdige Dame, wo bin ich hier? Warum bin ich ein Geist?&#8220; &#8222;Uldum?&#8220; Alamiert hob die Hexe &#8211; denn das musste sie sein, da war Kira sich sicher, ihren Besen wieder. &#8222;Uldum, aber du hast eine Bindung. Lauretta&#8230; ich kenne keine Lauretta. Warum kommst du zu mir?&#8220; Hilflos deutete Kira auf die Lampe, die im Regal hinter ihr leuchtete. &#8222;Ich bin dem Licht gefolgt. Ich will doch nur nach Hause&#8230;&#8220; Beinahe hatte sie das Gef\u00fchl, Tr\u00e4nen liefen \u00fcber ihre Wangen, so verzweifelt f\u00fchlte sie sich. Was ging hier vor? War das ein Traum? Aber es f\u00fchlte sich so real an. &#8222;Na, Na. Nicht gleich weinen, meine Kleine.&#8220; Nachdenklich betrachtete die Hexe sie. Dann deutete sie auf die Lampe. &#8222;Dieses Licht? Du kannst diese Lampe leuchten sehen?&#8220; Kira nickte schwach. Gr\u00fcblerisch legte die Frau ihre Stirn in Falten und trat einige Schritte zur\u00fcck. &#8222;Komm herein, Kira, Tochter von Lauretta. Ich bin Lilith. Und ich vermute, du tr\u00e4gst mein Blut in dir, denn nur die meines Blutes k\u00f6nnen dieses Licht sehen. Es leuchtet, um meine Tochter Linea nach Hause zu f\u00fchren, die verloren ging, als die S\u00fcdlande erobert wurden von Albion.&#8220; Linea. Irgendwas klingelte bei dem Namen. Kira trat \u00fcber die Schwelle. Linea&#8230; &#8222;Meine Gro\u00dfmutter hie\u00df Linea, glaube ich!&#8220;, platze es pl\u00f6tzlich aus ihr heraus. &#8222;Also, die Mutter meines Vaters. Aber sie ist schon gestorben vor meiner Geburt.&#8220; Das Gesicht der Hexe leuchtete kurz auf, dann sank tiefe Traurigkeit \u00fcber sie. &#8222;Tot?&#8220; Sie lie\u00df sich schwer auf einen Stuhl sinken. &#8222;Oh, Boras, welch grausame Nachrichten bringst du mir heute&#8230;&#8220; Einen Moment lang schwieg sie, dann hob sie den Kopf und schaute Kira freundlich an. &#8222;Aber welch Freude zugleich, und welch Wunder. Eine Enkelin f\u00fcr eine Tochter. Ja, du glimmst wie sie. Ja. Aber wie ist es passiert, dass du in Uldum bist?&#8220; Kira z\u00f6gerte kurz, doch dann sprudelte alles aus ihr heraus &#8211; von den Beschimpfungen, der Entdeckung der Magie in ihr, von ihrem unglaublichen Gl\u00fcck, Mitras begegnet zu sein, wie er ihr half und&#8230; ihr Redefluss verstummte. Versch\u00e4mt schaute sie zu Boden. Sie konnte doch nicht ihrer Urgro\u00dfmutter erz\u00e4hlen, dass sie gerade Sex gehabt hatte! &#8222;Und du hast dich mit ihm verbunden.&#8220;, beendete Lilith ihren letzten Satz. Kira blickte sie verbl\u00fcfft an. &#8222;Ja, naja, wenn man es so nennen will&#8230; es hat sich so gut angef\u00fchlt, und dann bin ich gekommen und dann war ich pl\u00f6tzlich an diesem See. Warum bin ich hier? Warum bin ich ein Geist?&#8220; Lilith l\u00e4chelte mit eine Spur von Hilflosigkeit. &#8222;So viele Fragen. So wenig Zeit.&#8220; Sie erhob sich und Kira sp\u00fcrte, wie ein Schwall Magie von ihr ausging. &#8222;Hmmm. Niemand ist dir gefolgt. Gut.&#8220; Sie setzte sich wieder. &#8222;Du bist, wie du vermutet hast, eine Hexe der Skir im Blute, denn du tr\u00e4gst mein Blut. Und wenn ich es richtig sehe, sogar sehr stark f\u00fcr dein junges Alter und die Tatsache, dass du von keinem Zirkel geschult wurdest. Eine Hexe kann ihren K\u00f6rper ruhen lassen und mit dem Geist reisen. Die erste Geistreise macht man normalerweise in einem Ritual &#8211; dem Bindungsritual. Man w\u00e4hlt einen Partner, der gewillt ist, der Hexe zu folgen, sie zu bewachen und zu besch\u00fctzen. Die erste Nacht ist mit Magie angereichert und formt das Band. Dieses Band.&#8220; Sie deutete auf Kiras Handgelenk. Erstaunt stellte Kira fest, dass sie dort ein goldenes Band trug, dass in eine feine Schnur endete, die sich sanft durch die Luft wand, hinaus aus der H\u00fctte in den dunklen Wald hinein. &#8222;Offenbar hast du dieses Ritual ausgel\u00f6st, ohne es zu kennen. Und offenbar mag dein Mentor dich genug, um sich nicht dagegen zu stellen &#8211; oder die Albioner sind schw\u00e4cher geworden seit dem letzten Krieg.&#8220; &#8222;Mitras ist nicht schwach!&#8220;, protestierte Kira. Lilith schmunzelte. &#8222;Das kl\u00e4rt zumindest die Frage, wie das Ritual geklappt hat &#8211; du empfindest auf jeden Fall einiges f\u00fcr ihn, richtig?&#8220; Kira wand sich ein wenig verlegen. &#8222;Ja. Aber niemand wei\u00df es. Er ist doch mein Mentor. Und er empfindet nichts f\u00fcr mich, glaube ich, nur Freundschaft.&#8220; &#8222;Soso.&#8220; Lilith l\u00e4chelte sie freundlich an. &#8222;Das wird die Zeit zeigen. Kira, Tochter von Lauretta und Enklin von Linea, ich freue mich, dich gefunden zu haben. Und ich w\u00fcrde dich gern richtig in die Arme schlie\u00dfen, dich unterrichten.&#8220; Sie seufzte. &#8222;Wenn ich dich nur einige N\u00e4chte fr\u00fcher gefunden h\u00e4tte &#8211; aber eine Bindung kann man nicht l\u00f6sen, das w\u00fcrde dich und ihn gef\u00e4hrden. Ihr seid verbunden, bis einer von euch beiden stirbt. Und einen Albioner w\u00fcrden meine Schwestern nicht hier in diesem Gebiet dulden. Nein&#8230;&#8220; Sie schwieg einen Moment. &#8222;Du musst bei ihm bleiben. Aber du brauchst Unterricht. Ich werde mich bem\u00fchen, dir jemanden zu senden. Selber kann ich nicht gehen, wir wollen ja nicht gleich wieder einen neuen Krieg vom Zaun brechen.&#8220; Kira war sich nicht sicher, ob sie aufgeregt, gl\u00fccklich, traurig oder alles zugleich sein sollte. &#8222;Kann ich nicht, also, diese Geistreise wieder machen?&#8220; Lilith sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Auch eine Geistreise hinterl\u00e4sst Spuren. Und dein Band ist verfolgbar. Du hast Gl\u00fcck in dieser Nacht, alle sind mit ihren eigenen Ritualen besch\u00e4ftigt, aber wenn eine der Schwestern mitbekommt, dass jemand aus Albion regelm\u00e4\u00dfig mit mir spricht, werden sie versuchen, dich abzufangen. Nein, Kindchen, nein. Ich habe dich gerade gefunden, nein, eigentlich hast ja du mich gefunden.&#8220; Stolz lag in Liliths Stimme und rauschte durch Kiras Adern. &#8222;Ich kann dich nicht gef\u00e4hrden. Und auch wenn ich m\u00e4chtig bin, ich kann nicht \u00fcberall sein. Du bist sicherer, wenn du in Uldum bleibst und dort weiter lernst. Was sie dir beibringen, die Magie dort, kann wertvoll sein, Wissen schadet nie, und so bleibst du fern von den politischen R\u00e4nken, die zwischen Albion und Skirgard immer noch g\u00e4ren. Und versprich mir, mein Kind, dass du mit niemandem dar\u00fcber redest, was hier und heute passiert ist &#8211; nicht mal mit deinem Besch\u00fctzer.&#8220; Kira sp\u00fcrte ihre W\u00e4rme und Zuneigung, und obwohl sie sich ein wenig wie ein Kleinkind vorkam, bevormundet, war sie gl\u00fccklich \u00fcber die m\u00fctterliche Sorge. Sie neigte den Kopf in einer Geste des Gehorsams und des Respekts vor der \u00e4lteren Frau. &#8222;Ich werde lernen. Und schweigen. Warum gegen Mitras? Er will mir doch nichts b\u00f6ses &#8211; du hast selbst gesagt, dass er dem Bindungszauber auf eine gewisse Weise zugestimmt haben muss.&#8220;&nbsp; Lilith sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Ja, das mag sein, dass er dir nichts b\u00f6ses will. Aber er ist immer noch ein Adeliger von Albion, dem K\u00f6nig untertan. Selbst wenn er dir nichts b\u00f6ses will &#8211; und du kennst ihn ja noch nicht mal lange&#8230; Ich werde schauen, wer mir verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber ihn geben kann. Geduld. Wir werden mit ihm reden, wenn die Zeit reif ist. Dass du mir von seinem, wie hie\u00df es, Elektrum, erz\u00e4hlt hast, k\u00f6nnte in Albion als Hochverrat gelten. Niemand sollte wissen, dass du mehr als eine vage Blutverbindung nach Skirgardia gefunden hast!&#8220; Kira schwieg einen Moment und seufzte dann schwer. Geheimnisse waren eigentlich kein Problem, aber ausgerechnet vor ihm&#8230; ach, Moorfurz. Sie sagte: &#8222;Ich werde nicht mit ihm sprechen, aber er kann mich lesen \u00fcber das Band, oder? Ich kann ihn f\u00fchlen und seine Gedanken manchmal fast raten&#8230; zumindest eben im Bett. &#8220; Sie lief rot an. Lilith l\u00e4chelte und nickte. &#8222;Ja, ein wenig kann er dich dar\u00fcber auch lesen. Insbesondere wird er starke Emotionen und k\u00f6rperliche Gefahr sp\u00fcren. Ich zeige, wie du dich gegen alles andere abschirmen kannst, auch um zu verhindern, ihn zu beeinflussen. Das passiert n\u00e4mlich manchmal und kann das Vetrtrauen doch etwas anknacksen.&#8220; Eine Weile verbrachten sie damit, das Abschirmen zu \u00fcben. Als Kira es zu Liliths Zufriedenheit beherrschte, fragte die junge Hexe neugierig: &#8222;Ich will mehr wissen&#8230; wer war meine Gro\u00dfmutter? Warum ging sie verloren?&#8220; Lilith l\u00e4chelte warm. &#8222;Noch haben wir Zeit, Kira, Lineas Enkelin. Wir werden reden \u00fcber die, die uns verbindet. Ich bin schlie\u00dflich auch neugierig, was du mir von meinem geliebten Kind berichten kannst.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kira lie\u00df sich zu Boden sinken, was erstaunlichweise trotz ihres Geistk\u00f6rpers gelang. And\u00e4chtig lauschte sie den Erz\u00e4hlungen, wie Linea in die S\u00fcdlande gezogen war, als die Albioner begannen, dass Skirland zu bebauen, erf\u00fcllt vom Glauben, dass Frieden m\u00f6glich sei, und dann verschwunden war. &#8222;Ich hatte Ger\u00fcchte geh\u00f6rt, dass sie vielleicht im verlorenen Gebiet geblieben sei um ihre Leidenschaft f\u00fcr Frieden fortzusetzen, f\u00fcr einen Mann vielleicht, aber ich wusste nicht, was passiert war.&#8220; Lilith seufzte schwer. &#8222;Ich war so stur, damals. Ich habe sie ausgeschimpft, als sie ging, ihr meinen Segen verweigert, weil ich Angst hatte, jemand w\u00fcrde meiner kleinen F\u00fcchsin Schaden zuf\u00fcgen. Sie war schlau, deine Gro\u00dfmutter, aber zu lieb, hat mit jedem getanzt, und ihre Magie war nicht stark, es hat nur f\u00fcr eine Grundausbildung im Zirkel gereicht. Du leuchtest heller als sie, auch wenn du ihren Glimmer hast. Was ist geschehen mit ihr?&#8220; Kira erz\u00e4hlte die Geschichte der Rettung ihres Gro\u00dfvaters, erz\u00e4hlte von den Ger\u00fcchten, die sie geh\u00f6rt hatte \u00fcber ihr Leben im Dorf und ihren Tod durch die Krankheit, von der Feindseligkeit ihrer Mutter gegen\u00fcber ihrer Schwiegermutter und dass sie selbst mit ihrem Gro\u00dfvater Wolf noch nie gesprochen hatte, ja, vielleicht war er ja auch schon tot. Als sie geendet hatte, schwiegen beide Frauen einen langen Moment. Kira f\u00fchlte sich weniger schwebend, geerdeter, traurig \u00fcber den Verlust dieser Gro\u00dfmutter, die offenbar eine tolle Frau gewesen war, und gl\u00fccklich dar\u00fcber, nun ihre Urgro\u00dfmutter gefunden zu haben. Endlich, endlich wusste sie, wo sie herkam.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras \u00f6ffnete die Augen, es war mitten in der Nacht und die Kerzen waren ein gutes St\u00fcck weit runtergebrannt. Es musste mittlerweile weit nach Mitternacht sein. M\u00fchsam richtete er sich auf und merkte am leichten Hauch um die Schultern, dass er nackt war. Erst jetzt kamen ihn alle Erinnerungen an die Zeit nach dem Feuerwerk wieder in den Sinn. Hatte er sie bedr\u00e4ngt? Nein, angefangen hatte sie, oder? Aber wenn man sich die Terrasse ansah, war der Weg schon vorgezeichnet gewesen, musste er sich eingestehen, und er sch\u00e4mte sich ein wenig daf\u00fcr. Warum hatte er das nicht vorher gesehen? War er so unkontrolliert geworden, dass ihm selbst nicht aufgefallen war, dass er gerade seine Sch\u00fclerin verf\u00fchrte? Aber sie hatte seine Sehnsucht klar erwidert, oder nicht? Nein, er hatte sie nicht bedr\u00e4ngt, vielmehr hatten sie beide etwas eingeleitet, dass sie beide gebraucht hatten. Gebraucht und genossen, hoffte er jedenfalls. Er selbst merkte erst jetzt wie viel ihm das Ganze gegeben hatte, wie sehr es ihm gefallen hatte. Sein Blick wanderte zu ihr, wie sie nackt neben ihm lag. Sie war, wie er auch, einfach in die Kissen gesunken und schien fest zu schlafen. Mitras griff sich eine Decke und warf sie \u00fcber Kira. Auch mit den Steinen war es mittlerweile kalt und er wollte sie nicht wecken.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Er zog sich von ihrem runden Nest herunter, sammelte seine Kleidung zusammen und zog sich an. Er l\u00f6schte die Kerzen, diesmal lieber von Hand und \u00f6ffnete die T\u00fcr zum Flur und schaltete dort das Licht ein. Vorsichtig trat er wieder an die gro\u00dfe Lagerstadt heran. Kira r\u00fchrte sich nicht, fast schon sah es so aus als atmete sie nicht, als er jedoch erschrocken seine Hand auf ihre Stirn legte, war diese normal warm. Sie war wohl einfach nur komplett ersch\u00f6pft. Konnte er es ihr nach den letzten Tagen und insbesondere dieser Nacht verdenken? Vorsichtig griff er mit seiner Magie nach ihr und hob sie sanft vom Polster hoch. Mit einer kurzen Bewegung seiner Rechten wirkte er einen weiteren Zauber, um die Decke zu greifen. Er wickelte diese um Kira herum und bugsierte den schwebenden K\u00f6rper durch die T\u00fcr und weiter bis nach unten. Er \u00f6ffnete ihre Zimmert\u00fcr und mit einem weiteren Gedanken schob er sie durch die T\u00fcr. Er ging zu ihrem Bett und schlug die Decken zur\u00fcck, wickelte sie wieder aus der leichten Decke von oben aus und legte sie vorsichtig auf dem Bett ab. Noch immer wirkte sie, als w\u00fcrde sie keinen Atemzug machen. Besorgt wechselte er auf magische Sicht. Sie war von vielen unterschiedlichen Schlieren umgeben und knapp au\u00dferhalb seiner Wahrnehmung nahm er etwas wahr, das sich in der Ferne zu verlieren schien. Er verwarf es und konzentrierte sich auf sie. Ihre Aura war fast erloschen, als sei all ihre Energie verbraucht. Beim Sex hatte er kurz gemerkt, dass sie stark Magie abstrahlte, doch musste er zu seiner Schande gestehen, dass ihn der Sex und das Gef\u00fchl ihrer N\u00e4he so \u00fcberw\u00e4ltigt hatten, dass er nicht weiter darauf geachtet hatte. Es war nicht ungew\u00f6hnlich, dass starke Magier oder Magierinnen beim ersten Sex ein wenig die Kontrolle \u00fcber ihre Magie verloren, immerhin spielten starke Emotionen eine Rolle, und im Nachhin h\u00e4tte er sich daf\u00fcr ohrfeigen k\u00f6nnen, sie nicht abgeschirmt oder gebremst zu haben &#8211; zumindest das w\u00e4re doch seine Aufgabe als Mentor gewesen. Diese seltsame Aura und das geringe Glimmen waren anscheinend ein Echo des Magieausbruches. Er konnte bei genauester Betrachtung aber keine schadhaften Effekte entdecken und als er vorsichtig seine Hand auf ihren Bauch legte, war sie nach wie vor warm. Ein kleiner magischer Tests offenbarte au\u00dferdem, dass sie immer noch nur eine Aura hatte. Erleichterung machte sich in ihm breit. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck er doch hatte, es schien glimpflich ausgegangen zu sein, sowohl ihr Kontrollverlust \u00fcber die Magie als auch sein eigener, der ihn hatte vergessen lassen, entsprechende Vorsichtsma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gedankenverloren strich er sanft \u00fcber ihre Haut und wie von selbst wanderte seine Hand zu ihrer rechten Brust. Ehe er sich versah lag sie in seiner Hand und er liebkoste sie sanft. Ja, es hatte ihm sehr gefallen und er hatte es dringend gebraucht &#8211; so sehr hatte er die Kontrolle noch nie verloren. Obwohl er, dass musste er zugeben, auch noch nie mit einer Frau geschlafen hatte, die er so sch\u00f6n gefunden hatte. Er zog seine Hand zur\u00fcck und deckte sie z\u00e4rtlich zu. Ob sie wohl Interesse an weiteren gemeinsamen N\u00e4chten haben w\u00fcrde? Oder hatte er ihre Neugier nun befriedigt? Bei diesem Gedanken machte sich ein vorauseilendes Bedauern in ihm breit. Schnell stand er auf und ging zur T\u00fcr, doch ehe er sie hinter sich schlie\u00dfen konnte, blickte er noch einmal zu ihr zur\u00fcck und ein Gef\u00fchl tiefer Zuneigung erf\u00fcllte ihn. Er betrachtete sie noch eine Weile, ehe er sich seiner eigenen M\u00fcdigkeit bewusst wurde, die T\u00fcr schloss und in seine Gem\u00e4cher ging.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Du musst zur\u00fcck.&#8220;, sagte Lilith leise. &#8222;Wie?&#8220; Lilith l\u00e4chelte. &#8222;Folge dem Band. Daf\u00fcr ist es da. Es wird dich leiten, so lange ihr beide lebt. Folge deinem Herzen. Mit Liebe im Atem der Mutter G\u00e4a kannst du reisen.&#8220; Kira sah sie an. &#8222;Danke.&#8220; Sie hob die Arme, wollte die \u00e4ltere Frau umarmen, doch diese l\u00e4chelte und hauchte einen Kuss in die Luft. Kira sp\u00fcrte einen leichten Sto\u00df von Magie, dann wirbelte alles um sie und keuchend griff sie mit beiden H\u00e4nden nach dem goldenen Band, das um sie wirbelte. Etwas zog sie. Mitras. Mitras, ich liebe dich, dachte sie. Dann schlug sie die Augen auf. Sie lag nackt in ihrem eigenen Bett. Der K\u00f6rper f\u00fchlte sich schwer an. Sehr schwer, aber sehr k\u00f6rperlich und Kira merkte, dass sie die ganze Nacht keinen Atemzug geholt hatte, also holte sie tief Luft und roch ihre Decke, den Teppich und einen sanften Duft von Mitras an sich, der sie wohlig schauern lie\u00df. Mitras? Sie richtete sich auf. Er war nicht da. Offenbar hatte er sie schlafend nach unten getragen und ins Bett gebracht. Sie lie\u00df sich zur\u00fcck in die Kissen sinken, m\u00fcde und ersch\u00f6pft. Schade, sie h\u00e4tte sich gern an ihn gekuschelt. Sie drehte sich zur Seite und kuschelte sich wieder in die Decke. Drau\u00dfen d\u00e4mmerte es bereits. Noch ein wenig schlafen&#8230; Sie glitt schneller in einen traumlosen Schlaf, als sie noch einmal \u00fcber all das nachdenken konnte, was in dieser Nacht passiert war.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Er hatte kaum das Gef\u00fchl geschlafen zu haben, als der sanfte Alarm des Spiegels ihn wieder weckte. Es d\u00e4mmerte. Er schwang sich schnell aus dem Bett und eilte zum Spiegel. Kiras Spiegel zeigte einen Magieanstieg an und er lie\u00df sich schnell ihr Zimmer zeigen, doch alles wirkte normal. Einzig Kira war nicht mehr in der Lage, in der er sie zur\u00fcckgelassen hatte. Sie lag nun auf der Seite, vom Spiegel abgewandt. Er wechselte auf magische Sicht, in der Hoffnung etwas zu erkennen. Seine F\u00e4higkeiten waren hier nur geringf\u00fcgig besser als in der Elementarmagie und durch den Spiegel war es nochmal schwerer, magische Energien zu sehen. Aber ihm fiel gleich auf, dass die schlierenhafte Aura um Kira verschwunden war. Wahrscheinlich hatte sie diese die ganze Zeit \u00fcber unbewusst gehalten und der Spiegel hatte darauf reagiert, als sie sie loslie\u00df. Ihre Schultern hoben und senkten sich nun deutlich. Beruhigt deaktivierte Mitras den Spiegel und legte sich wieder hin. Er w\u00fcrde mit ihr nochmal ein W\u00f6rtchen \u00fcber Magiefl\u00fcsse beim Sex reden m\u00fcssen, dachte er sich, als er wieder einschlief.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wellen. Fasziniert betrachtete Kira das klare Wasser, in dem sich die Sterne spiegelten. Das Wasser glitzerte. Sie drehte sich. Die B\u00e4ume wirkten auch, als ob sie glitzerten. Sie f\u00fchlte sich leicht und friedlich. Wie losgel\u00f6st von allem schweren. Mitras&#8230; hmm, Mitras hatte sie entjungfert, sie war jetzt eine richtige Frau. Das f\u00fchlte sich gut an. 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