{"id":65,"date":"2024-05-21T15:32:54","date_gmt":"2024-05-21T15:32:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/?p=65"},"modified":"2024-05-21T15:32:54","modified_gmt":"2024-05-21T15:32:54","slug":"schimmern-19-lunet-242-uldumstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/index.php\/2024\/05\/21\/schimmern-19-lunet-242-uldumstag\/","title":{"rendered":"Schimmern &#8211; 19. Lunet 242 (Uldumstag)"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Zeit bis zum n\u00e4chsten Uldumstag, an dem Mitras mit ihr das erste Mal&nbsp; das Kanalisieren \u00fcben wollte, schien Kira endlos lang und doch verging sie wie im Fluge. Sie las \u00fcber Atemtechniken, Meditation und den Magiefluss, ging mit Abby auf den Wochenmarkt und probierte die neuen Kleider an, die Abby fertiggestellt hatte. Sie badete, zeichnete und las. Die ganze Zeit schwebte die Aussage von Mitras in ihrem Kopf. Du bist stark. Stark. So stark wie er. Nicht zu schwach. Stark. Es brauchte eine lange Weile, ehe sie es akzeptieren konnte. Deswegen hatte man sie nach Uldum geholt, weil der Zauber, den sie ausgef\u00fchrt hatte an Johann, komplex gewesen war und stark, und weil man bef\u00fcrchtete, sie sei schlecht zu kontrollieren. Mitras hatte ihr erz\u00e4hlt, dass er mit dem Leiter der Schule auf keinem guten Fu\u00df stand, und dass dieser ihm wohl keinen Gefallen hatte tun wollen. &#8222;Aber du bist der gr\u00f6\u00dfte Gefallen, den Thadeus mir je gemacht hat.&#8220; Sie sp\u00fcrte den ganzen Mafuristag, wie dieser Satz in ihr prickelte. Als der Uldumstag kam, war sie aufgeregt, aber auch so gl\u00fccklich und selbsbewusst wie schon lange nicht mehr. Sie hatte das Gef\u00fchl, wenn sie nicht aufpasste, w\u00fcrde sie vermutlich bald schweben, sobald Mitras in ihrer N\u00e4he war. Selbst Abby war es schon aufgefallen, sie hatte sie \u00fcber Nathanael ausgefragt und Kira hatte ihr stolz erz\u00e4hlt, dass Mitras sie als Freundin betitelt hatte. Nun stand sie vor der T\u00fcr des Labors und sp\u00fcrte, wie ihr Herz klopfte, w\u00e4hrend sie die Hand hob, um anzuklopfen. Jetzt w\u00fcrde es wirklich losgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras g\u00e4hnte und wirkte einen Zauber, der die M\u00fcdigkeit auf der Stelle vertrieb. In drei Stunden w\u00fcrde sie umso st\u00e4rker wiederkehren, aber Kira sollte ihren freien Nachmittag nutzen k\u00f6nnen und er hatte die letzten zwei Tage gut genutzt und konnte es sich leisten, den Nachmittag mit Schlafen zu verbringen. Mittlerweile hatte er Zauber aller Schulen auf das Elektrum gewirkt und einige Erkenntnisse gewonnen. Ob ihn irgendwas davon mit dem Generator weiter helfen k\u00f6nnte, wusste er noch nicht, aber seine Zuversicht war wieder geweckt. Er machte Fortschritte und lernte Neues, allein das sorgte schon f\u00fcr bessere Laune, als er sie irgendwann in den letzten zwei Monaten mal hatte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Es klopfte und er rief sie herein. &#8222;Guten Morgen Kira, bereit?&#8220; &#8222;Guten Morgen, ja&#8230; Mitras.&#8220; Er sah ihr an, dass sie nerv\u00f6s war. Sie trug wieder die Magierrobe. Der Schnitt dieser Roben mochte dem modebewussten Menschen der heutigen Zeit altmodisch erscheinen, aber sie waren bequem und engten die Beweglichkeit des Tr\u00e4gers nicht ein. Er wies auf ihren Stuhl und sagte: &#8222;Setz dich erstmal. Die Theorie kennst du ja schon sehr gut, aber es selbst zu erleben ist schon etwas anderes. Du hattest am Silenz ja schon die Vermutung ge\u00e4u\u00dfert, dass du schonmal kanalisiert hast. Dar\u00fcber w\u00fcrde ich gern zuerst reden. Wie kommst du auf die Vermutung?&#8220; Kira \u00fcberlegte einen Moment. &#8222;Die Atemtechniken kannte ich schon, also das bewusste Einatmen. Ich&#8230;\u00e4hm&#8230; ich hab gerne Streiche gespielt, wenn die anderen mich mal wieder nicht beachtet haben. Und dann habe ich so eingeatmet wie in den B\u00fcchern beschrieben und mir gew\u00fcnscht, man w\u00fcrde mich nicht sehen. Und tats\u00e4chlich hat man mich irgendwie nicht richtig gesehen, glaube ich.&#8220; Mitras unterdr\u00fcckte innere Neugierde und ein Schmunzeln. Streiche gespielt, so so. Er antwortete: &#8222;Da kommen mehrere Zauber in Frage. In der Verwandlungsschule gibt es Zauber, die den K\u00f6rper durchsichtig oder sogar komplett unsichtbar machen k\u00f6nnen, aber auch in der Hellsichtsschule gibt es M\u00f6glichkeiten, den Geist zu beeinflussen. Man ist dann zwar nicht unsichtbar, aber f\u00fcr die Verzauberten nicht mehr wahrnehmbar, glaube ich. Aber in dem Bereich kenne ich mich nicht wirklich gut aus.&#8220; Beides waren au\u00dferdem reichlich komplexe und potente Zauber. Wenn sie das intuitiv gewirkt hatte&#8230; Er sp\u00fcrte, dass er selber ein wenig nerv\u00f6s wurde. Kurz \u00fcberlegte er, ob sie nicht lieber in sein Schlafzimmer und den dortigen Zirkel gehen sollten, dort gab es weniger wertvolle Gegenst\u00e4nde, die kaputt gehen konnten. Doch er verwarf den Gedanken rasch wieder. Sie in sein Schlafzimmer mitzunehmen war definitv unangebracht, selbst jetzt, da sie sich als befreundet sahen. Au\u00dferdem konnte er mit den Ger\u00e4ten hier den Zauberflu\u00df besser \u00fcberwachen und f\u00fcr den Fall, dass es n\u00f6tig war, aufzeichnen.&nbsp;&#8222;Hast du denn schon andere Zauber gewirkt oder das Gef\u00fchl gehabt, etwas ungew\u00f6hnliches sei passiert?&#8220; Kira blickte ihn einen Moment an, dann lachte sie bitter auf. &#8222;Oft, ja. Ich habe mal einen Sturm auf dem Meer vorhergesehen, ehe er kam. Und einmal ist ein Schneeball von mir um eine Ecke geflogen. \u00c4h&#8230; vielleicht auch mal ein Pferdeapfel, aber da wei\u00df ich nicht so genau, was passiert ist. Und die Hunde konnte ich immer gut beruhigen, aber das ist keine Magie, oder? Und&#8230;hmmm&#8230; Oh, der Tee meiner Mutter. Ich war sauer und hab mir gew\u00fcnscht, es w\u00e4re Essig. Und dann hat sie ihn ausgespuckt und ist rausgerannt. Vielleicht war es wirklich Essig geworden?&#8220;&nbsp; Das war eine ganze Flut unterschiedlichster Zauber und das scheinbar \u00fcber einen langen Zeitraum verteilt. Er wusste nicht, ob es Magie gab, mit der man Tiere so beeinflussen k\u00f6nnte, aber da die Hellsicht auch auf den Geist wirkte, konnte das durchaus m\u00f6glich sein. Wieso hatte das nie einer gemeldet? Es war doch schon l\u00e4nger offensichtlich, dass sie eine Begabung hatte. Sp\u00e4testens der Dorfpriester Bruder Harras h\u00e4tte das doch erkennen m\u00fcssen. Oder hatte er es bewusst zur\u00fcck gehalten? Das w\u00e4re eine gef\u00e4hrliche Entscheidung gewesen, die Mitras beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte. Er nahm sich vor, Kiras Leben in Bispar doch besser zu durchleuchten. &#8222;Das sind eine Menge Vorf\u00e4lle. Hat denn nie jemand den Verdacht ge\u00e4u\u00dfert, dass du eine Magierin sein k\u00f6nntest? Alleine schon zu deinem Schutz h\u00e4tte das gemeldet werden m\u00fcssen.&#8220;, fragte er sie besorgt. Kira zuckte mit den Schultern. &#8222;Naja, sie haben mich ja als Hexe bezeichnet, aber ich dachte nicht, dass das stimmen k\u00f6nnte. Bruder Harras hat gesagt, dass machen sie nur, um mich zu \u00e4rgern, und dass alle \u00fcbertreiben. Und, hmm, ich hab halt viele Dinge niemandem erz\u00e4hlt, weil&#8230; naja&#8230; Skirhexen sind halt b\u00f6se&#8230; und ich bin nicht b\u00f6se&#8230; wollte ich zumindest nicht sein. Nur manchmal, da hat es mir eben so gereicht mit dem ganzen \u00c4rgern und so&#8230; und dann sind halt so Sachen passiert.&#8220; Sie senkte besch\u00e4mt den Kopf. &#8222;Ich hab aber niemandem je wirklich wehgetan&#8230;au\u00dfer Johann&#8230;&#8220;, fl\u00fcsterte sie. &#8222;Die Hexen sind auch nicht unbedingt b\u00f6se. Die Menschen in deiner Heimat haben sie nur wegen des Krieges aus der schlimmstm\u00f6glichen Perspektive erlebt. Und nach allem, was ich geh\u00f6rt habe, sind die Hexen tats\u00e4chlich \u00e4u\u00dferst beeindruckend. Hoffen wir, dass es nicht so bald, oder besser nie wieder, einen Krieg gegen die Skir geben wird. Was dich angeht, du scheinst, wohl auch dank der Vorurteile, viel zu lang nicht entdeckt worden zu sein. Aber gut, jetzt gilt es erstmal dein Bewusstsein f\u00fcr die Magie zu sch\u00e4rfen. Bisher hast du den Vorgang des Kanalisierens nicht wahrgenommen, das werden wir \u00e4ndern. Ich muss noch ein paar Vorbereitungen zur Sicherheit treffen. Keine Sorge, dass ist alles Routine. Du kannst dich schon in die Mitte des Zirkels setzen, da auf das Kissen, wenn du magst.&#8220; Kira setzte sich im Schneidersitz auf das Kissen, w\u00e4hrend er die Ger\u00e4te justierte, mit Magie versorgte und die richtigen Zauber wirkte, um den Magiefluss beobachten zu k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich wirkte er auch einige Zauber auf sich selbst, um den Magiefluss besser&nbsp;und ihre Aura \u00fcberhaupt sehen zu k\u00f6nnen.&nbsp;Und letztendlich wirkte er, auch wenn das definitiv nicht zur Routine geh\u00f6rte, einen halbkugelf\u00f6rmigen Schutzschild \u00fcber den Zirkel. Danach merkte er, dass das ganz sch\u00f6n viele Zauber waren &#8211; den, der ihn gerade noch wach hielt, eingeschlossen. Viel mehr w\u00fcrde er heute nicht mehr zaubern k\u00f6nnen, wenn er nicht gerade \u00fcber eine neue magische Flusslinie in seinem Keller stolperte. Was nat\u00fcrlich nicht passieren w\u00fcrde, magische Fl\u00fcsse tauchten ja nicht einfach so auf, die in seiner Schmiede war schon ein Gl\u00fccksgriff, und um Magie damit aufladen zu k\u00f6nnen, h\u00e4tte sie noch deutlich dichter an der Oberfl\u00e4che sein m\u00fcssen. Er seufzte ein wenig ersch\u00f6pft und wandte sich dann Kira zu, um ihre Aura zu betrachten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie schimmerte. Alle Auren hatten ein&nbsp;spezielles, pers\u00f6nliches Element ihres Tr\u00e4gers. Einge glommen, andere schimmerten, glitzerten, funkelten&#8230; an der Art des Leuchtens, so einzigartig wie ein Fingerabdruck, konnte man Magier wiedererkennen. Nathanael hatte mal gesagt, Mitras Aura w\u00fcrde glimmen. Kira schimmerte. Es war ein erstaunliches sanftes Schimmern gemessen an der Tatsache, wie lebhaft sie ihm sonst erschien, aber es war auch kraftvoll, angenehm.<\/em> <em>Es erinnerte ihn an Sonnenschein auf den Fl\u00fcgeln eines Schmetterlings und in dem Moment, als dieser Gedanke in seinem Kopf Form annahm, fand er ihn schon kitschig. Vielleicht eher Sonne im Pelz eines Eichh\u00f6rnchens, korrigierte er sich. Die Aura leuchtete, passend zu ihren Haaren, r\u00f6tlich. Das machte Sinn, die Farbe gab Hinweise auf den Gem\u00fctszustand des Tr\u00e4gers, und rot wies auf Aufregung hin, Stress oder Angst, manchmal auch Wut. Stellenweise hatte er den Eindruck, das Rot w\u00fcrde einen Rosa weichen, was auf Scham hindeutete, oder Schuldgef\u00fchle, das passte zum Gespr\u00e4ch eben. Einen Moment lang stand er einfach da und betrachtete sie, wie sie schimmerte, wie sie war, versuchte sich einzupr\u00e4gen, was er wahrnahm. So w\u00fcrde er sie wiedererkennen k\u00f6nnen, falls das n\u00f6tig war.<\/em> <em>Ihre Aura war sch\u00f6n, und hell. Die Helligkeit zeigte ihm das Ma\u00df an magischer Energie an, die sie gerade hielt. Er hatte damit gerechnet, dass sie ein starkes Grundpotential hatte, das hatte ja schon ihre Sondierung gezeigt. Tats\u00e4chlich war sie in etwa so hell, wie er selbst es gewesen w\u00e4re, wenn er gerade ganz entspannt war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Als er mit allem fertig war, kniete er sich hinter sie. &#8222;So, atme ganz ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig. Leg deine Arme entspannt auf die Knie, H\u00e4nde nach oben offen, so bist du offen f\u00fcr deine Umgebung. Genau so.&#8220; Kira f\u00fchrte seine Anweisungen gewissenhaft aus. Sie hatte vermutlich ge\u00fcbt, die Anleitungen standen ja im Buch. &#8222;Mach die Augen zu. Um dich herum ist Magie. Du kannst sie f\u00fchlen. Du kannst sie in dich einatmen. Hole tief Luft und zieh ein bisschen davon in dich hinein, in deinen Bauch.&#8220; Kira atmete ein und Mitras drehte instinktiv den Kopf weg, als ihre Aura pl\u00f6tzlich grell aufleuchtete. &#8222;Oh.&#8220; Er blinzelte und schaute wieder hin. Sie hielt die Magie. Mit einem Atemzug hatte sie mehr Energie aufgenommen, als ein unge\u00fcbter Magier \u00fcblicherweise \u00fcberhaupt greifen konnte, und statt sie gleich wieder in die Umgebung abzuleiten, hielt sie sie einfach. Er linste auf eines seiner Ger\u00e4te. Sie hielt etwa doppelt so viel Energie wie ihr Grundlevel. Die Menge h\u00e4tte gen\u00fcgt, um ein Drittel der Energiemenge f\u00fcr das Ritual zum Laden des Generators zu liefern. Ehe er sich dar\u00fcber zu sehr wundern konnte, sah er allerdings, wie das Leuchten in ihr zu flackern begann und sich an ihren Fingerspitzen kleine, leuchtende Punkte bildeten, ein klarer Hinweis darauf, dass sie dabei war, die Magie unkontrolliert zu verlieren. &#8222;Gut Kira, jetzt stell dir vor, dass du sie ganz langsam wieder entl\u00e4sst, w\u00e4hrend du langsam ausatmest. Lass die Luft langsam raus.&#8220; Kira entlie\u00df die Luft aus ihren Lungen mit einem heftigen Keuchen. Offenbar hatte sie die Luft angehalten. Die Magie schlug einen Bogen zwischen ihren H\u00e4nden und sprang dann in die Luft, prallte aber am Schutzschild ab. Einzelne Funken stoben davon, um Kira herum und erwischten Mitras, der sie ge\u00fcbt in sich aufnahm. Es f\u00fchlte sich an wie erfrischende Spitzer Wasser, da er selbst ja gerade relativ magieleer war. Er r\u00e4usperte sich. &#8222;Ja, ausatmen ist schon nicht schlecht, etwas langsamer w\u00e4re aber besser.&#8220; Kira holte tief Luft, und zog dabei wieder etwas Magie in sich hinein, allerdings nicht mehr so viel wie am Anfang. &#8222;Tut mir leid.&#8220; Mitras beugte sich neben ihr vor, so dass sie ihn sehen konnte, und l\u00e4chelte sie an. &#8222;Keine Sorge. Denk an das Weiteratmen und versuche, etwas weniger Magie einzuziehen und sie langsam wieder loszulassen.&#8220; Kira setzte sich wieder gerade hin, schlo\u00df die Augen, atmete einen Moment ruhig und holte dann wieder Luft, etwas weniger heftig als beim ersten Mal. &#8222;Ja, gut!&#8220; Ihr Magielevel war wieder deutlich angestiegen, aber diesmal nur etwa um die H\u00e4lfte ihres Grundpotentials. &#8222;Und jetzt langsam abgeben. Stell dir vor, du atmest eine Wolke von Magie aus.&#8220; Sie atmete aus, und f\u00fcr einen Moment konnte er die Magie tats\u00e4chlich als kleine Wolke vor ihrem Gesicht sehen, ehe sie sich wieder&nbsp;verfl\u00fcchtigte. Er lobte sie, lie\u00df sie einen Moment ausruhen und dann die \u00dcbung wiederholen. Als er sicher war, dass sie die \u00dcbung beherrschte, stand er auf und holte vom Schreibtisch etwas Wasser. &#8222;Sehr gut. Trink etwas, eine kleine Pause tut dir gut.&#8220; Sie nahm das Glas und l\u00e4chelte ihn dabei gl\u00fccklich an. Ihre Aura war nun nur noch wenig rot, stattdessen schimmerte sie gr\u00fcnlich, was auf Freude hinwies. &#8222;Gut, weiter geht es. Ich m\u00f6chte jetzt, dass du wieder Magie aufnimmst, sie dann aber h\u00e4ltst, ohne dabei die Luft anzuhalten. Halte die Magie fest, nicht aber die Luft.&#8220; Sie setzte das Glas neben sich ab, wartete, bis er wieder hinter ihr kniete, und holte Luft. Das Grundlevel stieg moderat an, so wie sie es gerade ge\u00fcbt hatten. Dann zitterte es. Mitras l\u00e4chelte. Es zittert immer am Anfang, dachte er. Aber, was ihm damals nicht gelungen war, gelang nun ihr: Sie atmete weiter und hielt die Magie in sich. Etwas wackelig, ein wenig verlor sie bei jedem Ausatmen, aber sie hielt sie. &#8222;Sehr gut!&#8220; Er griff ihre rechte Hand und dr\u00fcckte sie als Best\u00e4tigung. Das schien sie allerdings zu \u00fcberraschen, sie drehte den Kopf zu ihm und verlor die Kontrolle \u00fcber die Magie. Mitras hatte das Gef\u00fchl, einen elektrischen Schlag zu bekommen, als diese schlagartig von ihr zu ihm str\u00f6mte. Er nahm sie auf, konzentrierte sich einen Moment und lies dann das, was nun \u00fcber seinem Grundpotential lag, abflie\u00dfen. Kira keuchte und verzog kurz in einem schmerzhaften Zucken das Gesicht. &#8222;Oh, ich hab sie verloren!&#8220; Mitras schalt sich innerlich selber. Er hatte sich zu sehr von der Begeisterung f\u00fcr ihren Erfolg mitrei\u00dfen lassen und sie durch die Ber\u00fchrung abgelenkt. &#8222;Entschuldige, das war mein Fehler. Ich habe dich gest\u00f6rt.&#8220; Er lie\u00df ihre Hand wieder los. Die Magie in ihm f\u00fchlte sich gut an. Wenn man Magie so wirkte, dass das eigene Grundpotential unterschritten wurde, f\u00fchlte es sich immer etwas wie Hunger an. Er h\u00e4tte nat\u00fcrlich ebenso wie sie einfach Magie sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, aber da jede Umgebung zun\u00e4chst ein begrenztes Ma\u00df an Magie enthielt und diese abseits der Flusslinien nur langsam nachflo\u00df, hatte er den Bereich in und um das Labor f\u00fcr die \u00dcbung so gut gef\u00fcllt wie m\u00f6glich halten wollen. Nathanael hatte ihm beigebracht, dass manche Discipuli am Anfang nur schwer Zugang zur Magie f\u00e4nden und es daher half, in einer Umgebung mit hohem Magiepotential zu trainieren. Nun, die Schwierigkeit w\u00fcrde man bei Kira ganz offenbar ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Er lie\u00df sie die \u00dcbung wiederholen, bis sie etwa die H\u00e4lfte ihres Grundlevels f\u00fcr einige Minuten halten konnte. Die Leichtigkeit, mit der sie sich Magie heranzog, verbl\u00fcffte ihn, und er war auch etwas neidisch. W\u00e4hrend er sie beobachtete, fragte er sich, ob diese Magie\u00fcbertragung nicht auch ihm helfen konnte. Sie konnte die Magie rascher greifen als er selber. Was, wenn sie ihm die Magie dann etwas langsamer \u00fcberleiten konnte? Es w\u00fcrde die Zeit, die er brauchte, bis er das Ritual f\u00fcr den Generator ausf\u00fchren konnte, vermutlich verk\u00fcrzen&#8230; Doch die \u00dcbergabe von Magie war ein recht intimes Ritual. Selbst mit einer freundschaftlichen Beziehung zwischen ihnen w\u00e4re es unangemessen gewesen, sie darum zu bitten. &#8222;So. F\u00fcr heute gen\u00fcgt das. Ich vermute, dir brummt bald der Kopf. Und falls dir ein bisschen schlecht werden sollte sp\u00e4ter, das ist auch eine typische Nachwirkung des ersten Kanalisierens, also mach dir keine Sorgen. Das geht schnell wieder weg.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kira lie\u00df sich seufzend auf das Kissen sinken. Mitras hatte Recht. Ihr brummte der Kopf. Aber sie hatte auch das Gef\u00fchl, schweben zu k\u00f6nnen. Besonders in den Momenten, in denen sie die Magie hielt. Tats\u00e4chlich war es ihr sehr leicht gefallen, den Fluss der Magie um sich zu f\u00fchlen. Wenn sie ehrlich war, hatte sie ihn wahrscheinlich schon immer gesp\u00fcrt, sie hatte nur nicht gewusst, was das war. Jetzt hatte es einen Namen. Sie konnte es begreifen. Sie schmunzelte, als sie an den Philosophie-Artikel dachte. Sie streckte die Beine und Arme aus und lag einen Moment still auf dem R\u00fccken in der Mitte des Zirkels. Ihre rechte Hand pochte immer noch ein wenig, da, wo Mitras sie ber\u00fchrt hatte. Sie hatte richtig gemerkt, wie die Magie zu ihm her\u00fcber gesprungen war, wie ein Blitz zwischen zwei Wolken. Hmmm. Das war dann wohl das erste Mal, dass es zwischen mir und einem Mann gefunkt hat, dachte sie und kicherte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras war aufgestanden, um die Ger\u00e4te zu deaktivieren. Er beobachtete Kira, die sich l\u00e4ngs auf dem etwas zu kleinen Kissen ausstreckte. Ihr Kopf hing nach hinten durch und ihre Haare bildeten ein rotschimmerndes Netz um ihr Gesicht, sie flo\u00dfen geradezu \u00fcber den dunklen Boden. Sie hatte die Augen geschlossen und er kam nicht umhin, wieder einmal zu bewundern, wie lang ihre Wimpern waren. Eher unterbewusst rieb er sich die Hand, an der der Magieschlag ihn getroffen hatte. Frederieke hatte schon Recht gehabt. Eine sch\u00f6ne Frau. Er dachte kurz an Claudia. Kira war allerdings auch wirklich sehr begabt, im Gegensatz zu ihr. Geradzu gef\u00e4hrlich begabt. Er deaktivierte den letzten Flussmesser und lie\u00df dabei seinen Blick \u00fcber ihren K\u00f6rper streifen, der sich unter der Robe abzeichnete. F\u00fcr einen Moment blitzte in seinem Kopf der Gedanke auf, wie sie wohl ohne Robe aussehen w\u00fcrde, so dahingestreckt&#8230; doch dann wischte er den Gedanken rasch wieder beiseite. Kira r\u00e4kelte sich etwas und kicherte dann. Sie schlug die Augen auf und sah ihn an. Mitras senkte den Blick, er f\u00fchlte sich, als h\u00e4tte sie ihn bei etwas unanst\u00e4ndigem ertappt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mitras wich ihrem Blick aus. Ob er sich daf\u00fcr sch\u00e4mte, dass er sie abgelenkt hatte? Seine Hand musste vermutlich auch weh tun. Eigentlich hatte sie die Geste ziemlich gut gefunden. Vertraut. Er hatte sich mit ihr begeistern wollen. Sie hatte ihre erste Magie\u00fcbung gut gemeistert! Gl\u00fccklich stand sie auf, streckte sich und fragte: &#8222;Gehen wir gemeinsam zum Essen?&#8220; Mitras, der eben noch mit dem Ger\u00e4t besch\u00e4ftigt war, nickte. &#8222;Gerne, meine begabte Discipula. Du warst ganz hervorragend heute, darf ich dich daf\u00fcr zum Essen einladen?&#8220; Kira guckte ihn einen Moment irritiert an, sah dann sein Augenzwinkern und lachte. &#8222;Mylord, danke. Ich nehme die Ehre gerne an, mich zu einem Essen einladen zu lassen, das mir sowieso zusteht.&#8220; Sie hob den Arm und&nbsp;nach kurzem Z\u00f6gern reichte Mitras ihr seinen, damit sie sich unterhaken konnte. Gemeinsam gingen sie zum Esszimmer, wo Abby bereits den Tisch deckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Kira sp\u00e4ter im Bett lag und \u00fcber den Tag nachachte, hatte sie das Gef\u00fchl, vor Aufregung kaum schlafen zu k\u00f6nnen. Die Magie schien immer noch durch ihren K\u00f6rper zu pulsieren. Den Nachmittag \u00fcber hatte sie mit Abby und dem Zuschnitt eines neuen Korsetts verbracht, weil Mitras schlafen gegangen war. Die ganze Zeit hatte sie das Gef\u00fchl gehabt, in ihr und um sie sei die Magie. Wahrscheinlich war sie immer dort gewesen, aber nun wusste sie, wie sie sich anf\u00fchlte, was das war, was da um sie war. Sie hatte ein paar mal, obwohl sie es nicht tun sollte, die Magie in sich gesammelt und wieder ausgeatmet, einmal hatte sie dabei versehentlich Abbys Papiere vom Tisch gepustet, aber sonst war alles gut gegangen und es hatte sich so gut, so richtig angef\u00fchlt. Als ob sie bisher nie ganz geamtet hatte und nun die Magie ein- und ausatmete und es einfach richtig war. Wenn auch ein bisschen schmerzhaft manchmal. Besonders ihre Hand prickelte beinahe, wenn sie auf die ersten \u00dcbungen zur\u00fcckblickte. Sie dachte an Mitras. Seine N\u00e4he hinter ihr. Seine Ber\u00fchrung. Sie war nicht unangenehm gewesen. Mitras war ein Mann, aber er kam ihr nicht absto\u00dfend vor. Seine Ber\u00fchrung war sch\u00f6n. Sie schalt sich innerlich selber: Er war ihr Mentor und viel \u00e4lter als sie. \u00dcber so jemanden konnte man doch keine romantischen Gedanken entwickeln! Aber er sah so gut aus, welches M\u00e4dchen w\u00fcrde nicht so \u00fcber ihn denken? Oh bei den Geistern! Wenn er bei ihr in der Scheune gewesen w\u00e4re und nicht Johann&#8230; dann h\u00e4tte sie ihre erste Nacht vielleicht schon hinter sich&#8230; der Gedanke lie\u00df sie knallrot anlaufen. Das waren einfach unglaubliche Entwicklungen, die gerade passierten. Sie war aus Bispar raus. Sie war eine Magierin, sie atmete Magie. Vielleicht war sie doch eine Art Skirhexe, aber eine gute. Und sie war &#8211; es dauerte eine Weile, ehe sie es sich eingestand &#8211; von ihrem Mentor fasziniert. Von einem Mann. Einem richtigen Mann. Einem f\u00fcrsorglichen, gutaussehenden, vermutlich reichen und m\u00e4chtigen Mann. Sie verstand pl\u00f6tzlich, warum Sybille, eine ihrer Bekannten aus der L\u00fchrenburger Schule, sogar bereit gewesen war, die Schule f\u00fcr ihren Verlobten abzubrechen. Sie h\u00e4tte vermutlich auch alles gemacht, was Mitras gerade von ihr wollte. Er war ein guter Mann, und er w\u00fcrde sie besch\u00fctzen&#8230; vielleicht w\u00e4re&nbsp;Sex mit ihm gar nicht so schlimm&#8230; Sie dachte an seine Hand auf ihrer Haut und lie\u00df dabei ihre Hand zwischen ihre Beine gleiten. Versunken in die Fantasie dauerte es nicht lange, bis sie keuchend zum Orgasmus kam und anschlie\u00dfend in einer Mischung aus Scham und Ersch\u00f6pfung die Decke wieder \u00fcber sich zog und sich einkuschelte. Wenigstens war sie jetzt etwas entspannter und konnte einschlafen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mitras war gerade noch rechtzeitig zum Abendessen wieder erwacht und a\u00df nur wenig. Er war immer<\/em> <em>noch sehr ermattet. Der Zauber war eigentlich f\u00fcr Extremsituationen gedacht und seine k\u00f6rperlichen Folgen waren zwar nicht lange zu sp\u00fcren, sofern man ihn nur einmal anwendete, kosteten in der Regel aber einen Tag. Nun hatte er sich in die Bibliothek zur\u00fcck gezogen und sinnierte bei einem Glas Rum \u00fcber die \u00dcbung. Er hob das Glas an und betrachtete die wie eine Kerze geformte Lampe durch die br\u00e4unliche Fl\u00fcssigkeit. Es war ein \u00fcberaus hochwertiger Rum mit leichter Vanillenote, dezent, nicht zu s\u00fc\u00df und dennoch mild. Die Reflexionen des Lichts erinnerten an das Schimmern in Kiras Aura, auch wenn die Farbe anders war. Er schwenkte das Glas leicht und versetzte den Rum in eine leichte Bewegung, was das Schimmern verst\u00e4rkte. Kiras Potential war gewaltig und das ohne jegliches Training. Allein ihr Grundniveau \u00fcbertraf das seine schon fast. Noch vor ihrem Schulantritt k\u00f6nnte sie ihn vielleicht sogar \u00fcberbieten. Er lachte kurz bei diesem Gedanken. H\u00e4tte Thadeus gewusst, wie hoch ihre F\u00e4higkeit jetzt schon ausgebildet war, er h\u00e4tte sie nie zu ihm geschickt. Aber die Pr\u00fcfung zeigte nur die Tendenz f\u00fcr eine Schule an, nicht die St\u00e4rke des Sch\u00fclers. Man konnte aus dem Ergebnis zwar grob darauf schlie\u00dfen, wie gro\u00df das Potential war, aber das war weit entfernt von einem klaren, gut ablesbaren Ergebnis. Wie dem auch sei, Mitras nahm sich vor wieder regelm\u00e4\u00dfiger zu meditieren und die \u00dcbungen zur Verst\u00e4rkung seines Potentials wieder aufzunehmen. Dank des Generators hatte er sie viel zu lange schleifen lassen. Er konnte nicht absch\u00e4tzen, ob er Kira so lange voraus bleiben konnte. W\u00fcrde sich ihr Potential mit der gleichen Rate wie bei allen Studenten vergr\u00f6\u00dfern, dann w\u00fcrde sie trotzdem schon sehr bald \u00fcber ein h\u00f6heres Potential als er verf\u00fcgen. Aber letztendlich war das auch nicht alles. Zauberei erforderte Disziplin, Wissen, jahrelange \u00dcbung und auch eine gewisse Fingerfertigkeit. Aber seine Erwartungshaltung an sie war noch einmal gestiegen. Mit der richtigen Anleitung k\u00f6nnte sie Gro\u00dfes vollbringen. Er w\u00fcrde Nathanael wohl fr\u00fcher oder sp\u00e4ter um Unterst\u00fctzung bitten m\u00fcssen. Thadeus hingegen w\u00fcrde er so lange wie m\u00f6glich im Dunkeln lassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Er trank den letzten Schluck Rum und beobachtete im Augenwinkel, wie das Schimmern verschwand. Dieses Schimmern&#8230; er hatte schonmal eine Magierin gekannt, deren Aura ein Schimmern gewesen war. Claudia. Letztendlich verdankte er ihr seinen Aufstieg ebenso wie William, hatte sie ihn doch auf diesen Ball geschleppt. Er l\u00e4chelte ein wenig wehm\u00fctig. Sie hatte geschimmert und sie war auch eine angenehme Bettgenossin gewesen. Warum hatte sie seinen Antrag damals abgelehnt? Sie hatte ihn doch eigentlich heiraten wollen, hatte immer davon gesprochen, w\u00e4hrend er in seine Arbeit vertieft war. Was auch immer passiert war, seitdem mied sie ihn. Er stellte das Glas ab und ging durch die Zwischent\u00fcr in sein Zimmer. Nachdem sie sich zur\u00fcckgezogen hatte, war er bei keiner Frau mehr gewesen. Sie interessierten ihn einfach nicht so sehr, und die Arbeit&#8230; Er betrachtete den Spiegel. Sie schimmerte. Und genau wie Claudia war sie auch k\u00f6rperlich wirklich ansehnlich. Ihre roten Haare faszinierten ihn immer wieder. Er dachte an den nackten R\u00fccken, den er das letzte Mal im Spiegel gesehen hatte und war versucht, erneut im Spiegel nach ihr zu sehen. Aber war es nicht zu aufdringlich? Nachdenklich rieb er sich die Hand, mit der er ihre Magie aufgefangen hatte. Das Gef\u00fchl wogte noch leicht in ihm nach. Jede Magie, wenn sie von einem Lebewesen aufgenommen worden war, hatte einen eigenen Geschmack, ein eigenes Gef\u00fchl. Magie zu geben und zu nehmen galt als ein recht intimes Ritual, es wurde auch erst in den h\u00f6heren Semestern gelehrt. Kiras Magie hinterlie\u00df einen sanften Geschmack von Karamell in seinem Mund. Er setzte sich vor den Spiegel und aktivierte die Runen. Schimmerndes Karamell. Er hatte fast das Gef\u00fchl, ganz sanft gezogen zu werden. Eigentlich hatte er sich vorgenommen, es nicht wieder zu machen, doch nun blickte er in ihr Zimmer und konnte die Augen nicht davon l\u00f6sen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie lag auf dem Bett und trug einen ungew\u00f6hnlichen Schlafanzug. Er hatte von solcher Bekleidung schonmal geh\u00f6rt, aber es \u00fcberraschte ihn, Hosen zum Schlafen gehen bei einer Frau zu sehen. Der Stoff war weit und verbarg die Formen ihres K\u00f6rpers, wof\u00fcr der vern\u00fcnftige Teil von ihm dankbar war. Sie schien noch nicht ganz zu schlafen, w\u00e4lzte sich unruhig hin und her, ab und zu hob sie die Hand, als w\u00fcrde sie gestikulieren und mit sich selbst reden. Es sah niedlich aus und auch, wenn es defintiv unangebracht gewesen w\u00e4re, so w\u00fcnschte er sich doch, zu wissen, wor\u00fcber sie mit sich selbst sprach. Vermutlich war sie noch aufgeregt von der heutigen \u00dcbung, das war verst\u00e4ndlich. Nach einer Weile wurde sie ruhiger und er betrachtete ihr Gesicht, das von roten Haaren umflossen war und nun zum Spiegel gedreht war. Sie l\u00e4chelte sanft. Er lies den Blick \u00fcber ihren K\u00f6rper gleiten. Ihre Hand lag zwischen ihren Beinen, die sie jetzt etwas \u00f6ffnete. Er sp\u00fcrte, wie ihm Hitze schlagartig in den Kopf und zwischen die Beine fuhr, w\u00e4hrend er beobachtete, wie sie den R\u00fccken durchdr\u00fcckte. Er wollte wegschauen, konnte aber nicht. Sie hatte den Mund leicht offen, ihre Finger rieben zwischen ihren Beinen und ihr K\u00f6rper bebte und zuckte. Keuchend lie\u00df Mitras seine Hand auf seine Hose sinken und sp\u00fcrte, wie sein Glied hart gegen den Stoff dr\u00fcckte. Er sch\u00fcttelte den Kopf, um die Augen von dem verlockenden Bild im Spiegel l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, doch es gelang ihm nicht, sein Blick fand wieder dorthin zur\u00fcck. Beinahe meinte er, ihr Keuchen zu h\u00f6ren, als sie sich aufb\u00e4umte und dann entspannt aufs Bett sank. Mitras atmte heftig, doch es gelang ihm, seine eigene Erregung unter Kontrolle zu halten. Diese Sch\u00fclerin w\u00fcrde vielleicht wirklich eine Ablenkung sein, vielleicht sogar eine gef\u00e4hrliche, auch wenn sich Thadeus das so bestimmt nicht gedacht hatte. Mitras fluchte innerlich \u00fcber seine mangelnde Selbstbeherrschung. Diese Bilder w\u00fcrde er nicht mehr vergessen k\u00f6nnen. Die lange Zeit der Abstinenz wurde ihm fast schmerzhaft bewusst, w\u00e4hrend er den Spiegel deaktivierte und seine Hose zurecht r\u00fcckte. Vielleicht sollte er doch einmal ins Bordell gehen? Er wies den Gedanken rasch wieder von sich. Er w\u00fcrde sich einfach besser beherrschen m\u00fcssen. So schwer konnte etwas Disziplin ja nicht sein. Das letzte, was er wollte, war Kira zu bedr\u00e4ngen oder ihr Schaden zuzuf\u00fcgen, das hatte sie nicht verdient. Und auch wenn sie offenbar wie alle M\u00e4dchen ihres Alters sexuell aktiv war, hatte das sicher nichts mit einem so viel \u00e4lteren Mann wie ihm zu tun. Mit einer Mischung aus Bedauern und anhaltender Erregung begann er, sich zum Schlafen gehen fertig zu machen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeit bis zum n\u00e4chsten Uldumstag, an dem Mitras mit ihr das erste Mal&nbsp; das Kanalisieren \u00fcben wollte, schien Kira endlos lang und doch verging sie wie im Fluge. 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