{"id":97,"date":"2024-11-22T23:19:03","date_gmt":"2024-11-22T23:19:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/?p=97"},"modified":"2024-11-22T23:19:03","modified_gmt":"2024-11-22T23:19:03","slug":"unter-die-hufe-der-presse-13-lunar-uldumstag-16-lunar-silenz-242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kingdom-of-albion.de\/index.php\/2024\/11\/22\/unter-die-hufe-der-presse-13-lunar-uldumstag-16-lunar-silenz-242\/","title":{"rendered":"Unter die Hufe der Presse &#8211; 13. Lunar (Uldumstag) &#8211; 16. Lunar (Silenz) 242"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Uldumstag ging Kira zuerst zu Clopenbargs und kaufte die Fliege, die ihr schon bei ihrer ersten Einkaufstour aufgefallen war. Sie kam sich f\u00fcrchterlich reich vor, als sie die 10 Silber aus dem Geldbeutel abz\u00e4hlen musste &#8211; Mitras hatte ihr den &#8222;Lohn&#8220; f\u00fcr das Generatorladen von Abby auszahlen lassen und zum ersten mal in ihrem Leben war ihr Geldbeutel sogar prall gef\u00fcllt, obwohl sie einige&nbsp;der M\u00fcnzen zuhause gelassen hatte. Sie bummelte durch die Stadt und entdeckte in einem Schaufenster, dass es hier einen Laden speziell f\u00fcr Buntstifte und Papier gab. Sehns\u00fcchtig bestaunte sie den gro\u00dfen Kasten mit 120 verschiedenen Farbt\u00f6nen, der im Schaufenster ausgestellt war. Er kostete allerdings auch 10 Gold. Daf\u00fcr warb das Plakat neben den Stiften damit, dass sie &#8222;sehr geeignet auch f\u00fcr Farbmagie&#8220; waren, und sie fragte sich, wie das wohl funktionierte. Ob sie sowas lernen konnte? Geh\u00f6rte es zur Schule der Verwandlungsmagie? Sie beschlo\u00df, Mitras bei Gelegenheit zu fragen. Nach einem weiteren Moment des Z\u00f6gerns traute sie sich letztendlich auch, den Laden zu betreten. Wie vermutet f\u00fchrten sie auch kleinere Pakete an Stiften, und sie kaufte f\u00fcr 5 Silber einen kleinen Packen und f\u00fcr weitere 5 Silber einen Block edles Zeichenpapier.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian und sie trafen sich im Caf\u00e9, und sie pr\u00e4sentierte stolz ihre Eink\u00e4ufe, woraufhin er sie ein wenig auslachte &#8211; er fand ihr Erstaunen \u00fcber so viel Geld &#8222;ausgesprochen niedlich&#8220;, wie er sagte. Sie verbot ihm daraufhin, ihr den gro\u00dfen Stiftekasten zu kaufen, was er lachend zusagte. Gemeinsam mit ihm schrieb sie auf einem der B\u00f6gen in abwechselnd bunten Farben einen neuen Brief an Adrian, in dem sie ihm Geschichten \u00fcber das K\u00f6nigshaus erz\u00e4hlte, die Sebastian ihr diktierte. Leider konnte sie&nbsp;nicht gleich zur Post gehen, erst musste Mitras das Paket zuhause versiegeln. Dennoch geno\u00df sie den Tag sehr und hatte wirklich das Gef\u00fchl, dass sie sich immer mehr wie eine junge Lady benahm. Sie fragte sich, wie sie all das gute Karma, dass das Leben gerade \u00fcber sie sch\u00fcttete, jemals ausgleichen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen sp\u00e4ten Nachmittag brachen sie wieder auf. Das Wetter war immer noch kalt, aber sehr sonnig, und Sebastian bot ihr an, mit ihr die Hauptstra\u00dfe hinauf zu laufen, statt eine Kutsche zu nehmen, um die Sonne zu genie\u00dfen. &#8222;Ich h\u00f6rte von meinem Bruder, dass das Wetter bald wieder schlechter wird.&#8220; Erstaunt hatte Kira sich erkl\u00e4ren lassen, dass die Elementarmagier, zu denen auch sein Bruder geh\u00f6rte, die Ver\u00e4nderungen in der Luft sogar einige Tage im Vorraus sp\u00fcren konnten. Starke Magister k\u00f6nnten sogar das Wetter lokal beeinflu\u00dfen, berichtete Sebastian und Kira gr\u00fcbelte, warum dann nicht immer zur Erntezeit Magier das Wetter anpassten, damit das Heu nicht nass wurde. Darauf wusste Sebastian allerdings keine andere Antwort au\u00dfer der Vermutung, dass es zu teuer sei und das bisschen Heu ja auch so in die Scheunen k\u00e4me, was Kira mit einem gemurmelten &#8222;Stadtschn\u00f6sel&#8220; quittierte. Er ignorierte das, oder hatte es nicht geh\u00f6rt, das war vermutlich auch besser. Stattdessen erkl\u00e4rte er ihr, w\u00e4hrend sie \u00fcber die Avensbr\u00fccke liefen, was f\u00fcr neue Manufakturen es bei den Handwerkerh\u00e4usern gab, auf die sie zugingen. Der Wind strich \u00fcber das Wasser und Kira zog ihren Mantel etwas enger an sich. Das gr\u00fcne Kleid, das sie heute trug, war ja sehr h\u00fcbsch, aber Abby hatte es defintiv nicht f\u00fcr einen Spaziergang im Winter gedacht. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rten sie vor sich Schreie und Hufgetrappel, und durch ihre etwas erh\u00f6hte Position auf der Br\u00fccke erfassten sie rasch, welch ein Ungl\u00fcck sich vor ihnen ereignete. Eine kleine Droschke mit nur einem Pferd davor schlingerte auf der Hauptstra\u00dfe entlang, drohte jeden Moment zu kippen. Der Kutscher war nirgends zu sehen, doch das Pferd war eindeutig in Panik und st\u00fcrmte auf die Br\u00fccke zu. Mit einem raschen Blick erfasste Kira die Gefahr: Die Br\u00fccke war breit, aber statt mit glatten, gro\u00dfen Steinen war der Boden dort mit kleinen Pflastersteinen ausgelegt, die sich den leichten Bewegungen einer Br\u00fccke besser anpassen konnten. Durch den kalten Wind vom Wasser her war das Pflaster relativ glatt. Das Pferd w\u00fcrde in diesem Tempo m\u00f6glicherweise ausrutschen, auf jeden Fall aber w\u00fcrde der unebene Grund die Kutsche noch mehr kippen lassen. War noch jemand darin? Ja, sie glaubte eine Bewegung zu sehen. Ohne lange zu \u00fcberlegen lief sie einige Schritte nach vorne, an den Rand der Br\u00fccke und hob die Arme, wie sie es schon einige Male getan hatte, um das Pferd zu stoppen. Durchgehende Pferde waren keine Seltenheit, und Adrian hatte mit ihr ge\u00fcbt, wie man in so einem Fall handeln musste, um die Handelsfracht retten zu k\u00f6nnen. &#8222;Brrrrr!&#8220; Das Pferd scheute kurz, gut, jetzt war es neben ihr, sie griff in die Z\u00fcgel, brrr, ruhig, ruhig atmen, ein bisschen sp\u00fcrte sie pl\u00f6tzlich Magie in sich, Konzentration, ruhig&#8230; ruhig, mitlaufen, nicht hinfallen, ruhig&#8230; sie fing sich ab, einige Schritte noch, dann stand das Pferd. Sie kraulte seinen Hals, ganz konzentriert, damit es sich nicht gleich wieder losriss. Um sie klangen Stimmen, sie h\u00f6rte Schritte, dann ber\u00fchrte sie jemand an der Schulter und sie blickte zur Seite. Es war Sebastian. Jemand anderes griff die Z\u00fcgel des Pferdes und Kira lie\u00df sich von einem sichtlich aufgeregten Sebastian einige Schritte zur Seite ziehen. Dabei stolperte sie und wurde von ihm aufgefangen, ein Blick nach unten zeigte ihr auch rasch&nbsp;warum: Ihr Rock war zerrissen und flatterte in Fetzen um ihre Beine. So ein Kuhmist. Das sch\u00f6ne Kleid! &#8222;Was sollte denn das?&#8220;, schimpfte Sebastian, kaum dass sie einige Meter vom Pferd weg waren. &#8222;Was f\u00e4llt dir ein, dich einem Pferd in den Weg&nbsp;zu stellen?&#8220; Kira sah ihn verbl\u00fcfft an. &#8222;Naja, ich wollte es aufhalten?&#8220;, fragte sie vorsichtig. Warum regte er sich so auf? &#8222;Das kann doch der Kutscher machen oder ein Bediensteter oder, bei den Geistern, auch irgendein Mann! Guck dich doch an, dein Kleid ist zerrissen, wie siehst du aus! Ich dachte, du wolltest dich wie eine Dame verhalten!&#8220; Verdutzt sah Kira ihn an. Der Wind bauschte den zerrissenen Rock auf und sie griff rasch nach unten, um ihre Beine bedeckt zu halten, und lief rot an. Es stimmte schon. Da waren eine Menge Leute um sie herum, und wirklich angezogen sah sie jetzt nicht mehr aus. Auf jeden Fall nicht wie eine adelige Dame. &#8222;Ich&#8230; ich wollte nur helfen&#8230;&#8220; &#8222;Helfen ist gut, aber so ein Pferd ist doch gef\u00e4hrlich! Das h\u00e4tte dich bis sonstwo schleifen k\u00f6nnen!&#8220; Zustimmendes Nicken von dem Mann, der das Pferd hielt. Sebastian zog seinen deutlich l\u00e4ngeren Mantel aus und hielt ihn ihr hin. Kira nahm ihn und zog ihn an, was ihr einen Moment gab, sich zu sammeln. Etliche Leute um sie herum tuschelten, zwei halfen einer alten Dame aus der Kutsche, die ganz offenbar sehr mitgenommen, aber unverletzt war. Wenigstens hatte sie das Kleid nicht umsonst zerrissen. Und es war ja nicht ihr erstes zerrissenes Kleid, dachte sie, wenn auch das teuerste. &#8222;Das h\u00e4tte mich nicht bis sonstwo geschliffen.&#8220;, sagte sie leise zu Sebastian. &#8222;Glaubst du, das war das erste Pferd, was ich gestoppt habe?&#8220; Sebastian sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Nein, aber das erste, bei dem du als junge Magierin von der ganzen Stadt beobachtet wirst. Du machst dich zum Stadtgespr\u00e4ch, ehe du \u00fcberhaupt die erste Pr\u00fcfung abgelegt hast.&#8220; Kira zischte: &#8222;Na und? Ich war auch schon Dorfgespr\u00e4ch, bevor ich sprechen konnte!&#8220; Ver\u00e4gert drehte sie sich um und lief \u00fcber die Br\u00fccke zur\u00fcck. Wahrscheinlich war Julius noch irgendwo dort. Auf einen weiteren Spaziergang war ihr auf jeden Fall jede Lust vergangen. Die kleine Menge machte ihr sofort Platz, und nach nur wenigen Schritten rief Sebastian ihr hinterher: &#8222;Warte! Kira, warte, das war nicht so gemeint!&#8220; Er lief hinter ihr her und holte sie auf der Mitte der Br\u00fccke ein. &#8222;Warte, sei nicht b\u00f6se, entschuldige. Du hast ja Recht, es war gut, das Pferd zu stoppen. Eigentlich h\u00e4tte ich das machen m\u00fcssen.&#8220; Kira sah ihn von der Seite an, blieb aber nicht stehen. &#8222;Bitte, Mylady Silva, Verzeihung.&#8220; Er machte eine Verbeugung im Laufen, was ziemlich albern aussah und ihr ein kurzes L\u00e4cheln abrang. &#8222;Ah, guck, ein Sonnenschein. Verzeih meine harschen Worte, ja? Ich kauf dir ein neues Kleid, wenn du erlaubst. So kannst du wohl kaum zu deinem ganz wundervollen Magister nach Hause kommen.&#8220; Kira blieb stehen. Dieser Schn\u00f6sel machte sie mehr fertig als das Pferd! Sie k\u00e4mpfte mir ihrer Wut. Wahrscheinlich hatte er Recht. Erstens war sie eine Frau, von denen erwartete man ja sowieso, dass sie zart und h\u00fcbsch waren, und zweitens wollte sie ja eigentlich wirklich lernen, sich wie eine adelige Frau zu benehmen &#8211; alles andere brachte Mitras vermutlich \u00c4rger ein, und das wollte sie nicht. Und wenn sie mit zerrissenem Kleid nach Hause kam, w\u00fcrde das vermutlich eine Menge \u00c4rger geben. Selbst wenn der \u00c4rger wahrscheinlich nur ein Bruchteil dessen war, was ihre Mutter veranstaltet hatte, wenn sie ein Kleid zerrissen hatte. Sie sah Sebastian an. Der konnte es sich leisten. Hatte er sie vorhin nicht noch wegen des Geldes ausgelacht? &#8222;In Ordnung. Bei Peeks.&#8220; Sebastian richtete sich auf, strahlte sie an und ergriff ihren Arm. &#8222;Selbstverst\u00e4ndlich, Mylady.&#8220; Kira verdrehte die Augen, lie\u00df sich aber von ihm zum Laden begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Peeks erfuhr sie dann, dass Sebastians Vorliebe f\u00fcr sch\u00f6ne Frauen offenbar noch \u00fcbertroffen wurde durch seine Leidenschaft f\u00fcr sch\u00f6ne Kleider. Er wirbelte durch den Laden und zog ein Kleid nach dem anderen hervor. War Kira beim ersten Besuch schon \u00fcberfordert gewesen, kam sie sich nun wie eine Ankleidepuppe vor. Auch die Verk\u00e4uferin, die beim ersten Besuch h\u00f6flich und zuvorkommend wirkte, hatte sich bei seinem Eintreten beinahe bis zum Boden verbeugt und spr\u00fchte nun beinahe vor Eifer. Sogar die neuesten St\u00fccke aus dem Lager brachte sie nach vorne. Ohne, dass Kira viel dazu sagen konnte, lagen bald vier Kleider vor ihr, die Sebastian als &#8222;tragbar&#8220; bezeichnete, und eines fand sie sch\u00f6ner als das andere. &#8222;Welche gefallen dir?&#8220; Kira sah die vier Kleider an. Das eine war gr\u00fcn wie das, was zerrissen war, und es bestand auch aus Rock und Oberteil. &#8222;Das dort w\u00e4re doch ein guter Ersatz.&#8220; Sebastian kniff die Augen zusammen. &#8222;Ja, stimmt, aber das mit dem gr\u00fcnen Muster hier&#8220; , er deutete auf das entsprechende Kleid, das durch einen Aufdruck von verschieden hellen Bl\u00e4ttern einen atemberaubenden Farbverlauf hatte, &#8222;ist schon etwas h\u00fcbscher, findest du nicht?&#8220; Kira nickte leicht: &#8222;Ja, schon, aber ich kann ja nicht immer aussehen, als ginge ich gerade zu einem Empfang.&#8220; Nachdenklich wiegte Sebastian den Kopf, schob nochmal eines der anderen Kleider zur Seite. Dann zuckte er mit den Schultern. &#8222;Stimmt schon. Offenbar brauchst du ja auch Kleider zum wilde&nbsp;Pferde z\u00e4hmen. Dann nehmen wir halt beide. Und den Rock von dem einfachen da kannst du ja gleich anbehalten.&#8220; Kira wollte protestieren, schluckte den Protest dann aber herunter. Er hatte Geld. Und das Kleid war wirklich sch\u00f6n. &#8222;Danke.&#8220; Sebastian l\u00e4chelte sie an. &#8222;Gerne. Tut mir echt leid, dass ich vorhin erstmal so geschimpft habe. Eigentlich erinnerst du mich an meine Mutter. Sie h\u00e4tte sowas auch gemacht. Aber ich wei\u00df auch, wie viele Schwierigkeiten sie deswegen st\u00e4ndig hat. Danke, dass du mein Geschenk annimmst. Jetzt f\u00fchle ich mich nicht mehr ganz so unn\u00fctz.&#8220; Verbl\u00fcfft \u00fcber seine Ehrlichkeit schaute Kira ihn an, aber er meinte es wirklich so. Er tr\u00e4gt sein Herz auf der Zunge und ist doch v\u00f6llig verschlossen, stellte sie erstaunt fest. Auf jeden Fall war es spannend, mit ihm unterwegs zu sein, und scheinbar auch n\u00fctzlich, schmunzelte sie, w\u00e4hrend die Verk\u00e4uferin die Bezahlung entgegen nahm und anfing, alles bis auf den neuen Rock einzupacken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Am Vormittag des n\u00e4chsten Tages war Mitras gerade mit der Vorbereitung eines Zaubers besch\u00e4ftigt, den er am Elektrum ausprobieren wollte, als es an der Labort\u00fcr klopfte. &#8222;Herein.&#8220; rief er und erwartete schon halb, dass Kira eintreten w\u00fcrde, um irgendeinen Spruch zu trainieren. Als er sich jedoch zur T\u00fcr umdrehte, stand Abygail in der T\u00fcr. &#8222;Mitras, unten steht ein Herr Engel und bittet um ein Gespr\u00e4ch mit Kira.&#8220; &#8222;Bitte was? Das ist doch dieser Reporter von diesem Schmierenblatt, blaue Tulpe oder so!?&#8220; &#8222;\u00c4h, nein, ich glaube es hei\u00dft Rote Nelke.&#8220; &#8222;Egal, jag ihn fort. Kira wird sich mit derartigen Gestalten noch fr\u00fch genug herumschlagen m\u00fcssen. F\u00fcrs erste muss das noch nicht sein. Das ausgerechnet die Schreiber von diesem Aufwieglerblatt als erstes hier aufschlagen und sie bel\u00e4stigen.&#8220; &#8222;Ja, Mitras ich k\u00fcmmere mich darum.&#8220; Kopfsch\u00fcttelnd verlie\u00df Abby den Raum. \u00c4rgerlich musste Mitras daran denken, wie gerade die Reporter dieses Blattes mit ihm umgesprungen waren, als er durch das Elektrum wohlhabend und einflussreich geworden war. Er hatte sich immer bem\u00fcht genug f\u00fcr die Armen zu tun. Er hatte mit Williams Hilfe Suppenk\u00fcchen errichtet, ein Armenhaus und zwei Waisenh\u00e4user finanziert. Und dennoch hatten diese Bastarde es gewagt, ihn als den neuen aristrokratischen Erzd\u00e4monen des Mammons zu verschreien.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Bisher hatte er es noch nicht an die gro\u00dfe Glocke geh\u00e4ngt, dass er eine Sch\u00fclerin hatte. Sonst w\u00e4ren die Schmei\u00dffliegen von der Presse schon eher \u00fcber ihn oder schlimmer \u00fcber sie hergefallen. Nicht ohne Grund hatte er sich in den letzten Jahren so zur\u00fcckgezogen, dachte er grimmig. Nat\u00fcrlich, da war viel Arbeit gewesen, aber dieses st\u00e4ndige Herumgehopse der selbsternannten &#8222;Berichterstatter&#8220; war auch einfach l\u00e4stig. Wie also hatte jetzt ausgerechnet die welke Nelke von ihr erfahren? K\u00f6nnten die di Porrums so niedertr\u00e4chtig gewesen sein? Sie hatten sicher durch Thadeus von Kira erfahren. Auch wenn Secus bei Thadeus unten durch war, h\u00e4tte sein alter Meister dies garantiert als Chance gesehen ihn und Secus gegeneinander auszuspielen. Aber die di Porrums waren selbst ein beliebtes Ziel f\u00fcr die Nelke und noch dazu ein viel attraktiveres als er. Auch Thadeus selbst kam nicht in Frage, kaum einer in Uldum hasste dieses Klatschblatt mehr als er. Und er selbst h\u00e4tte auch nicht die Presse auf sie gehetzt. Er hat andere Mittel und Wege um uns zu schaden, dachte Mitras. Andere Parteien, die schon von seiner Sch\u00fclerin wissen konnten und ihm schaden wollten, fielen ihm nicht ein. Oder wurde er doch ausspioniert? Am besten w\u00e4re es wohl doch mal mit Kira zu reden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Er ging zu ihrem Zimmer und klopfte, bekam jedoch keine Antwort. Seit sie mit dem Zaubern angefangen hatten, las sie allerdings auch immer h\u00e4ufiger in der Bibliothek, also ging er&nbsp;dorthin. Sie war tats\u00e4chlich da, aber er blieb einen Moment beim Tisch stehen, um den Anblick zu erfassen, der sich ihm bot. Sie lag auf dem kleinen Sofa unter dem Fenster. Eigentlich war das Sofa deutlich zu klein, um darauf zu liegen, also&nbsp;lag sie mit dem Kopf auf der Sitzfl\u00e4che, hatte ihre Beine jedoch halb auf der Lehne und halb auf der Fensterbank dahinter abgestellt. Ihr Rock war ihr dadurch bis auf den Bauch gerutscht und es wirkte, als blicke er auf ein gro\u00dfes Buch mit roten Haaren auf einer Wolke aus Stoff, aus dem zwei Beine mit Str\u00fcmpfen hervorschauten. Zwei sehr h\u00fcbsche Beine, wie er zugeben musste, aber ein Buch mit Stoff und Beinen sieht auch dann noch ausgesprochen witzig aus. Ein bisschen von seiner Anspannung und dem \u00c4rger schmolz in ihm, w\u00e4hrend er sie schmunzelnd betrachtete. Er r\u00e4usperte sich, um sie auf sich aufmerksam zu machen. Sie quietschte erschrocken auf, rutschte durch die aprupte Bewegung vom Sofa herunter und das Buch fiel vor ihr mit einem satten Knall auf den Boden. &#8222;Mi&#8230; Mitras!&#8220; Erschrocken zog sie den Rock nach unten. &#8222;Hallo Kira.&#8220; sagte er und bem\u00fchte sich, ein Lachen zu verkneifen. Ernster fuhr er fort: &#8222;Eben war ein Journalist an der T\u00fcr und wollte mit dir sprechen. Und da nun die ersten auf dich aufmerksam werden, wird es wohl Zeit f\u00fcr eine Lektion im Umgang mit der Presse. Die k\u00f6nnen noch deutlich gef\u00e4hrlicher werden als alle meine sonstigen Feinde zusammen.&#8220;&nbsp; Kira lief sofort feuerrot an. &#8222;Oh, woher wissen die, wo ich wohne? Ich hab doch nichtmal meinen Namen gesagt!&#8220; Dann schlug sie sich mit der Hand auf den Mund, als seien ihr die Worte unwillentlich herausgerutscht und sie blickte ihn mit einer Mischung aus Schuldbewusstsein und Schreck an.&#8220;In Ordnung.&#8220; Er holte Luft. Offenbar war der Reporter doch nicht aus losen Vermutungen heraus gekommen. &#8222;Kira, was hast du angestellt?&#8220; Sie druckste einen Moment herum, dann sagte sie verlegen: &#8222;Ich hab vielleicht mich nicht so ganz damenhaft verhalten. Aber da war ein Pferd, und die Kutsche w\u00e4re umgekippt oder es w\u00e4re gest\u00fcrzt, wenn niemand es gestoppt h\u00e4tte, also hab ich es gestoppt, und, naja&#8230; es ist halt auf meinen Rock getreten&#8230; und dann ist der zerissen&#8230;&#8220; &#8222;Also Moment einmal, langsam von vorne. Du hast dich vor ein durchgehendes Pferd gestellt. Das dann auch noch eine Kutsche zog?&#8220; Kira nickte. &#8222;Kira, du h\u00e4ttest umkommen k\u00f6nnen!&#8220; &#8222;Bah, nicht du auch noch! Sebastian hat mir auch schon ne Lektion vor den ganzen Leuten erteilen wollen!&#8220; Kira sprang vom Boden auf, konnte aber nicht an ihm vorbei. &#8222;Als ob das mein erstes Pferd gewesen w\u00e4re, was ich anhalte. Das ist nicht schwer, und ohne dieses ganze Gebausche von Rock w\u00e4re dabei bestimmt auch nichts kaputt gegangen. Tut mir auch leid. Ich hab den Rock ersetzt, also eigentlich hat Sebastian ihn neu gekauft, Abby wird gar nichts merken, und den kaputten kann ich flicken. Was denkt ihr denn alle blo\u00df, warum eine Frau da nicht auch eingreifen kann? Immerhin war das Leben der alten Dame in der Kutsche in Gefahr!&#8220;, schimpfte sie, ohne Luft zu holen. Mitras war verdutzt. &#8222;Woher wei\u00dft du wie man ein Pferd anh\u00e4lt?&#8220; &#8222;H\u00e4h, weil mein Bruder mir das erkl\u00e4rt hat? Wie sonst rettet man die ganze Ware? Kannst das Pferd ja nicht damit weglaufen lassen&#8230; Und ich hab das sogar schon mit 12 gekonnt, da hat sogar mein Vater gestaunt.&#8220; Mitras seufzte &#8222;Gut, gut. Ich habe verstanden. Als Tochter eines Fuhrunternehmers ist das wahrscheinlich auch normal. Aber Kira, hier in der Stadt k\u00f6nnen das nur die wenigsten. Da erschreckt es die Leute, wenn du dann pl\u00f6tzlich vor ein durchgehendes Pferd springst, da alle dann damit rechnen, dass es dich \u00fcber den Haufen rennt.&#8220; Schnippisch warf sie den Kopf nach hinten. &#8222;Da hat sich niemand erschrocken. Die haben ja nur geguckt. Keiner hat irgendwas gemacht. Ist das so, bei euch St\u00e4dtern, dass ihr euch lieber gegenseitig die Nase pudert, als jemandem zu helfen?&#8220;&nbsp;&#8222;Nun, Sebastian hat sich erschrocken und ich will gar nicht dar\u00fcber nachdenken, was ich getan h\u00e4tte, wenn ich dich pl\u00f6tzlich einer solchen Gefahr ausgesetzt gesehen h\u00e4tte.&#8220; Sie verdrehte genervt die Augen. &#8222;Das war keine Ge-&#8220; Sie hielt inne und blickte ihn kurz an, wurde dann schlagartig rot. &#8222;Oh, \u00e4h&#8230;&#8220; &#8222;Ja, f\u00fcr dich nicht, da du ausgebildet darin bist. Etwas was ich eben nicht ber\u00fccksichtigt habe. Aber wei\u00dft du eigentlich, wie viele Menschen jedes Jahr umkommen, weil sie von durchgegangenen Kutschen \u00fcberrollt werden? Und ja, wahrscheinlich hast du recht, vielleicht sollten mehr Menschen wissen, wie man ein Pferd stoppt.&#8220; gestand Mitras resignierend ein. &#8222;In Ordnung, ich gestehe mit deinem Wissen, war das, was du getan hast, das einzig Richtige. Sei aber bitte trotzdem vorsichtig. Bei einem Pferd mag dir das problemlos gelingen, aber ein Vierspanner ist da schon was ganz anderes, selbst wenn du die Pferde davon \u00fcberzeugen kannst zu halten, wird der Wagen euch alle dann doch mitrei\u00dfen.&#8220; Kira lie\u00df sich auf das Sofa fallen&nbsp;und b\u00fcckte sich, um das Buch aufzuheben. &#8222;Ja, in Ordnung, Magister.&#8220; &#8222;Gut, aber deswegen wollte ich eigentlich gar nicht zu dir. Die Presse ist auf dich aufmerksam geworden, also solltest du vorsichtig sein.&#8220; Kira schaute ihn von unten herauf an und zuckte mit den Schultern. &#8222;Ja, mach ich, aber ich hab schon zu Sebastian gesagt, ich war ja schon Dorfklatsch, bevor ich reden konnte, ein bisschen mehr Klatsch halte ich schon aus.&#8220; Mitras seufzte und setzte sich zu ihr, was zwar etwas eng war, aber ging. &#8222;Das ist nicht nur ein bisschen Klatsch. Viele Leute glauben, was geschrieben wird. Manchmal einfach nur deswegen, weil es geschrieben ist, weil sich jemand die M\u00fche gemacht hat, es zu drucken. Weil es gedruckt ist, muss es ja stimmen. Und wenn die Tageszeitungen \u00fcber dich schreiben, dass du bei deinem Einstand einen ganz hervorragenden Eiszauber gezeigt hast, aber daneben eine Zeichnung deines von Brandnarben durchzogenen Gesichtes packen, dann kann dich das m\u00f6glicherweise deinen Forschungsposten kosten &#8211; weil dein Geldgeber pl\u00f6tzlich diesen Schmierbl\u00e4ttern und ihren Andeutungen, mit dir stimme etwas nicht, mehr Glauben schenkt als dir selber.&#8220; Schade eigentlich um die junge Magierin, der das in diesem Jahr wohl gerade erst passiert war. Kira schaute ihn nachdenklich an und nickte dann, und er nutzte die n\u00e4chste halbe Stunde, um ihr weitere Tipps und Hinweise zu geben, die er zu Gespr\u00e4chen mit Reportern und anderen Berichterstattern kannte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als Kira an diesem Abend im Bett lag, brauchte sie ein Weile, um schlafen zu k\u00f6nnen. Das Gespr\u00e4ch mit Mitras ging ihr nicht aus dem Kopf. Er hatte nichtmal \u00fcber das zerrissene Kleid geschimpft, stattdessen machte er sich Sorgen um sie. Wie f\u00fcrsorglich und liebevoll er war. Dennoch war sie auch \u00e4ngstlich. Hatte sie mit dem raschen Eingreifen zu viel Aufmerksamkeit erzeugt? W\u00fcrde man jetzt \u00fcber sie und Sebastian schreiben? Woher wussten sie \u00fcberhaupt ihren Namen? Am besten ging sie in der n\u00e4chsten Zeit nicht mehr so viel aus&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Silenz erl\u00f6ste ein Bote sie von ihren Zweifeln. Kira und Mitras sa\u00dfen gerade im Wintergarten bei einer Partie Dame, als Abby aufgeregt herein kam und einen gro\u00dfen Korb auf den Salontisch stellte. &#8222;Mitras, das ist gerade f\u00fcr Kira abgegeben worden. Ich glaube, es ist von dem Herrn Engel&#8230;&#8220; Neugierig trat Kira an den Korb heran. Es sah aus wie ein \u00fcblicher Pr\u00e4sentkorb, allerdings mit einer durchaus edlen Auswahl. &#8222;F\u00fcr mich?&#8220;, staunte sie und blickte zwischen Abby, Mitras und dem Korb hin und her. Mitras wirkte sehr ablehnend. &#8222;Ja, und eine Karte.&#8220; Abgail reichte ihr eine Karte. Neugierig klappte sie sie auf und las vor: &#8222;Liebe Kira, leider wei\u00df ich Ihren Nachnahmen nicht, aber ich konnte dankenswerterweise ihren Wohnort ausfindig machen. Sicherlich fragen Sie sich, was der Korb soll, daher werde ich mich Ihnen kurz vorstellen: Mein Name ist Maximillian Engel, ich bin der Enkelsohn von Guardia Engel, die Sie am Uldumstag vor einem gro\u00dfen Ungl\u00fcck bewahren konnten. Seien Sie daher bitte versichert, dass ich Ihnen unendlich dankbar bin. Ich hoffe, der Korb enth\u00e4lt einige Annehmlichkeiten f\u00fcr Sie, da ich sie leider am Ingastag nicht antreffen konnte, um mich pers\u00f6nlich zu bedanken. Meine Gro\u00dfmutter ist die einzige Familie, die ich noch habe, ein Unfall oder gar ihr Tod h\u00e4tte mich schwer getroffen. Sollten Sie je etwas ben\u00f6tigen, wenden Sie sich gern an mich. Ich stehe in Ihrer Schuld. Hochachtungsvoll, Maximilian Engel.&#8220; Erstaunt lie\u00df sie das Blatt sinken und schaute Mitras an, der eine Hand auf den Henkel des Korbes gelegt hatte. &#8222;\u00c4h&#8230; meint er das ernst?&#8220;&nbsp;Mitras nahm ihr den Brief ab und las ihn selbst noch einmal. &#8222;Nun, wie es aussieht muss ich mich wohl bei dem Herrn Engel entschuldigen.&#8220; &#8222;Was f\u00fcr ein Ungl\u00fcck?&#8220;, fragte Abby. Kira lief rot an und blickte hilfesuchend zu Mitras. Musste sie Abby gestehen, dass sie eines der neuen Kleider zerissen hatte? &#8222;Nun, es hat sich gezeigt, dass unsere kleine Heldin hier einige praktische Erfahrungen im Umgang mit Tieren gesammelt hat, die man hier in der Stadt viel zu selten antrifft. Erinnerst du dich noch an den Reporter vorgestern? Es scheint so als wenn Kira seine Gro\u00dfmutter gerettet hat, indem sie ihre durchgehende Kutsche gestoppt hat. Zum Preis eines Rockes, den ihr der junge di Ferrus ersetzt hat.&#8220; Abby ri\u00df die Augen auf. &#8222;Was? Und davon erz\u00e4hlst du nichts?&#8220; Kira schaute verlegen zur Seite. &#8222;Naja, ich dachte, du bist sauer, weil der Rock kaputt gegangen ist, und Sebastian war ja auch sauer, weil er fand, es sei nicht besonders damenhaft&#8230;&#8220; Sie brach leiser werdend ab. Mitras wirkte, als m\u00fcsste er sich ein Lachen verkneifen. Abby holte tief Luft und brach dann in eine Triade aus, die darstellte, dass es wirklich undamenhaft sei, es wirklich schade um den Rock w\u00e4re, sie wahnsinnig sei, und au\u00dferdem, was bezahlte der junge di Ferrus etwas wie ein neues Kleid f\u00fcr sie, lief da etwas? Kira versuchte mehrfach, sie zu unterbrechen, es gelang ihr jedoch nicht, und sie wusste nicht, ob sie sich verkriechen oder w\u00fctend werden sollte. &#8222;Abby, es reicht.&#8220; unterbrach Mitras sie letztendlich mit einem leichten Lachen. &#8222;Ja, ich war zuerst auch entsetzt, aber Kira ist in einer Familie gro\u00df geworden, die ihr Geld mit Handel verdient. Sie hat Erfahrung mit Kutschen, mehr als wir anderen zusammen, wahrscheinlich. Alles was sie getan hat, war ihr Wissen nach bestem Gewissen zum Besten einzusetzen. In der Theorie also genau das, was wir eigentlich von jedem unserer ach so hehren Magier erwarten. Und ja, um das Kleid ist es schade, aber Geld ist so ziemlich das Letzte, worum&nbsp;wir uns Sorgen machen m\u00fcssen.&#8220; &#8222;Und ich hab nichts mit Sebastian!&#8220;, fiel Kira heftig ein. Bestimmt war sie schon wieder rot im Gesicht, aber auf keinen Fall wollte sie, dass Mitras dachte, sie w\u00fcrde sich leichtfertig auf andere M\u00e4nner einlassen. &#8222;Geld, Geld!&#8220; Abigail warf die H\u00e4nde in die Luft. &#8222;Ein Kleid ist ein Kunstwerk, nicht einfach nur Geld!&#8220; Sie beruhigte sich etwas. &#8222;Wo ist es denn, das zerrissene Kleid?&#8220; &#8222;In meinem Schrank.&#8220;, murmelte Kira. Abby seufzte. &#8222;Wenigstens etwas. Leg es mir raus. Ich schaue, was da zu retten ist.&#8220; Kira nickte, und um dem weiteren Gewitter zu entkommen, wandte sie sich dem Korb zu. Neugierig packte sie die verschiedenen Dinge aus: Ein Strau\u00df Blumen, allerdings aus Papier gefertigt, sehr aufwendig, eine Flasche Wein, einige St\u00fccken K\u00e4se und eine Schachtel Pralinen. Mitras nickte anerkennend. &#8222;Ich wusste gar nicht, dass man mit so einem K\u00e4seblatt so gut verdienen kann.&#8220; &#8222;Wieso K\u00e4seblatt?&#8220;, fragte Kira, woraufhin Mitras sich ausgiebig dar\u00fcber auslie\u00df, dass Engel Reporter einer Boulevard Zeitung sei, \u00fcber die er auch seine kommunistischen Ansichten verbreite, die aber prim\u00e4r Skandale von Adligen ausgrub. Meist schlecht belegt und wohl auch \u00f6fter mal erfunden. Rote&nbsp;Rose oder so hie\u00df es &#8211; Abby korrigierte: Nelke &#8211; und dass dort mal ein sehr unfairer Bericht \u00fcber ihn abgedruckt gewesen sei. Ab etwa der H\u00e4lfte der Erz\u00e4hlung begann Kira zu begreifen, dass erstens Abby seine Aufregung gar nicht f\u00fcr angemessen hielt, wahrscheinlich las sie die Zeitung sogar regelm\u00e4\u00dfig, wenn Kira ihren Gesichtsausdruck richtig deutete, und zweitens Mitras wesentlich mehr auf die \u00f6ffentliche Meinung seiner selbst gab, als er es gestern im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Presse zugegeben hatte. Ein bisschen fand sie das niedlich, also setzte sie sich an den Tisch, st\u00fctzte den Kopf auf die H\u00e4nde und geno\u00df es, seiner kr\u00e4ftigten Stimme zuzuh\u00f6ren, w\u00e4hrend er sich aufregte und dabei wild gestikulierte. Abby verabschiedete sich kurz nachdem er dabei angefangen hatte, \u00fcber die nicht vorhandene Recherchef\u00e4higkeiten der Reporter der Zeitung herzuziehen, und so konnte Kira sich ganz darauf konzentrieren, ihn nicht zu sehr anzuhimmeln und dabei doch die Show zu genie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Uldumstag ging Kira zuerst zu Clopenbargs und kaufte die Fliege, die ihr schon bei ihrer ersten Einkaufstour aufgefallen war. 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